Euro-Krise und Griechenland: Warum „wir“ Deutsche anegblich keine Lust mehr haben

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Es sind ja wirklich harte Zeiten für Politiker. Da müssen sie wohl in den kommenden Wochen in Berlin eingestehen, dass die ganzen bisherigen Milliarden für Griechenland umsonst waren. Und das die Bürger dieses Landes dieses schon deutlich vor ihnen erkannt haben…

Und genau das zeigen nun auch die jüngsten Umfragen. Natürlich darf man solchen nicht zu viel Bedeutung zufließen lassen – aber ein bisschen Wahrheit ist immer in ihnen vorhanden. So wohl auch in dieser Umfrage von Toluna. Ergebnis der Umfrage: 73 Prozent der Deutschen wollen Griechenlands Austritt aus dem Euro. Klingt plakativ – aber wer kapiert es schon, dass es da ein Land gibt, dass von allen seinen Nachbarn die Kohle bekommt und dennoch sich nicht an die Spar-Spielregeln halten will? Das versteht keiner mehr in Deutschland! Zurück zur Umfrage:

„Sparen oder raus“ – der Appell von Finanzminister Wolfgang Schäuble an Griechenland trifft offenbar die Mehrheits-Meinung der Bundesbürger. Zum Schutz des Euro wünschen sich mehr als 70 Prozent der Deutschen, dass die Helenen die Gemeinschaftswährung verlassen. Rund 60 Prozent werten das Signal gegen die strikte Sparpolitik nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich als ernsthafte Bedrohung für den Euro. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage vom Marktforschungs-Dienstleister Toluna. ..(…) Die Bundesbürger sind jedoch mehrheitlich der Auffassung, dass es mit Haushaltsdisziplin alleine nicht getan ist. Der strikte Sparkurs sollte um eine Strategie für Wachstum und Arbeitsplätze ergänzt werden – davon ist jeder zweite Befragte überzeugt. Nur eine Minderheit meint, sparen alleine sei das Erfolgsrezept (25 Prozent). Interessant dabei:

Trotz aller Sparzwänge zeigen viele Deutsche durchaus Verständnis für die Wut der Griechen. Mehr als Prozent räumen ein, die Einhaltung der Sparverträge sei für die Bürger nicht länger zumutbar. Zum Zahlmeister für die Griechen wollen die Befragten jedoch nicht werden: Weniger als 30 Prozent sind der Meinung, alle Euro-Staaten sollten für die Schulden der Mitglieder mit schwachen Haushalten einstehen. Stattdessen sprechen sich rund 70 Prozent dafür aus, dass Griechenland das Spardiktat beendet, aus der Eurozone austritt und in eine geordnete Insolvenz geht. Tja… an dieser Stelle auch eines gesagt:

Kaufen Sie JETZT Gold, die Kurse sind ideal zum Einstieg bzw. Nachkaufen. Denken Sie nicht kurz sondern langfristig. Der Vermögensaufbau, Ihr ganz persönlicher, kommt um das glänzende Edelmetall nicht herum! Vergessen Sie das ganze Geschnattere der Analysten zum Thema Gold – die sind nur zum Teil viel zu hoch noch eingestiegen und wollen nun das große Heer der Anleger auf ihre Seite ziehen. Vergessen Sie es! Denn wenn nun schon der Bundesrechnungshof wissen will, wo das deutsche Gold lagert – eben weil es ein wichtiger Bestandteil des Bundesvermögens ist – dann sollten Sie ebenfalls aktiv werden…

take Care,
Euer Goldfinger


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3 KOMMENTARE

  1. Ehrlich gesagt finde ich das Deutschland sich da auch wirklich moralisch selbt überprüfen muss, wenn es anderen Ländern zu viel abfordert. Schließlich haben die Reichen Länder den Schuldenexzessen in Griechenland jahrelang zugesehen. Deutschland war also praktisch CO-Alkoholiker, man ist also zum großen Teil Mitschuld.

    Auch möcht ich zu Bedenken geben, dass Spanien und Griechenland bis in die 70er noch Militärdiktaturen waren. Das ist nicht lange her und mit Massenarbeitslosigkeit ist der Weg, weg von europäischen Idealen, schnell wieder eingeschlagen.

    Denke auch, dass Gold jetzt wieder interessant ist. Auch wenn Gold jetzt, bei schlechten Nachrichten, nicht mehr automatisch steigt.

  2. Hallo lieber Ulrich:

    Nicht nur in Deutschland gibt es viele Stimmen für den Austritt der Griechen, sondern z. B. auch in Österreich, Finnland, den Niederlanden. Andere, wie z. B. Italien, denken auch so, verhalten sich aber ruhig (passiv), weil die eigenen Probleme im Focus stehen, die zu lösen sind.

    Warum muss Griechenland aus dem Euro-Währungsverbund ausscheiden?

    1.) Eine reine Experten- und Interimsregierung (wie in Italien) zumindest übergangsweise wollen die Griechen nicht.

    2.) Einen Sparkommissar der EU wollen die Griechen auch nicht.

    3.) Eine Regierungsbildung mit der vagen Chance auf eine Konsolidierung kommt definitiv nicht zustande. Auch Neuwahlen werden daran nichts ändern. Das Land rutscht zusehens in die Anarchie ab.

    4.) Die Griechen haben vollens ihr Vertrauen in die Kompetenz ihrer Gesellschaft und Politiker verloren: an einem Tag haben die Griechen ca. 700 Millionen Euro von den Konten ihrer Banken abgeräumt und ins Ausland transferiert.

    5.) Der Euro wird zusehens instabil, andere Währungen profitieren davon: Flucht in Schweizer Franken und US-Dollar. Alle Staaten in der EU und alle Volkswirtschaften leiden unter der unendlichen Instabilität des Euro.

    6.) Wenn man es genau nimmt, haben die Griechen bereits faktisch den Austritt aus den Euro erklärt: denn sie wollen die Bedingungen von IWF, EZB und der EU nicht akzeptieren. Aktuell wollen sie auch keine Rückzahlungsverpflichtungen mehr aufrecht erhalten. Griechenland will offenkundig nur vom Euro profitieren, aber keine Verpflichtungen eingehen.

    Objektiv können die Griechen die Bedingungen an den Euro offenkundig auch nicht erfüllen.

    Ich kürze das jetzt ab, es gibt noch weitere Gründe, auf die ich hier verzichten möchte. Kurzum: Die Geschäftsbedingungen zum Verbleib in den Euro sind für alle EU-Mitgliedstaaaten nicht verhandelbar oder ständig veränderbar, auch nicht für Griechenland,weil ansonsten jedes EU-Mitglied „free-style“ die Bedingungen zum Verbleib in der Euro-Zone (willkürlich) auslegen würde.

    Demnach gibt es hier und heute (leider) für Griechenland nur noch einen Weg: den selbstverschuldeten Austritt aus dem Euro, was allerdings auch Chancen für eine Erholung für Griechenland birgt.

    Noch Fragen?

    Sandro Valecchi

  3. Ich sehe es ebenso wie Sandro Valecchi, Griechenland muss und wird den Euro verlassen. Das hab ich so auch schon vergangenes Jahr geschrieben und ich meine sogar schon 2010. Es löst die Probleme Griechenlands. Wobei der Weg ebensowenig einfach wie billig sein wird. Aber ein „Weiter so“ wird es ebenfalls nicht geben können.

    Was das Thema Gold angeht. Ein Großteil der Deutschen ist nicht in Gold investiert und wird auch nun nicht aktiv werden. Das Sparbuch und Festgeld ist hier weiter die Nummer eins. Dabei gehört Gold weiterhin in ein zukunftsfestes Portfolio, ebenso wie Aktien. Aber auch das geht ja an den meisten Deutschen vorbei. Insofern sind die Diskussionen darüber (leider) müßig.

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