Biotechnologie – Von einer Zukunftstechnologie profitieren

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Die Societe Generale bezeichnet die Biotechnologie als einen der Megatrends der Zukunft. Dies ist keine Überraschung. Denn es gibt eine ganze Reihe von Signalen, die für die kommenden Jahrzehnte einen Siegeszug der Biotechnologiebranche versprechen.

Übernahmewelle in der Biotechnologiebranche steht bevor

Bereits heute kommt eine Vielzahl der Produktinnovationen in der Pharmaindustrie aus dem Biotech-Bereich. Da bei den großen traditionellen Pharmaunternehmen in den nächsten Jahren viele gewinnbringende Patente auslaufen und ebenso erfolgreiche Nachfolger nicht mehr in der großen Zahl wie in der Vergangenheit in Sicht sind, werden diese Konzerne auf Zukäufe von innovativen Firmen aus dem Biotech-Sektor angewiesen sein. Noushin Irani, Fondsmanagerin des DWS Biotech-Aktien sagt sogar, dass „das Zeitalter der großen Blockbuster für die breite Masse der Patienten so gut wie vorbei sei.“ Damit erhöht sich die Notwendigkeit für traditionelle Pharmaunternehmen Firmen zuzukaufen, die in zukunftsträchtigen Feldern wie der personalisierten Medizin tätig sind. Laut Societe Generale steht uns deshalb eine Übernahmewelle bevor.

Schwellenländer als Wachstumstreiber

Neben der Attraktivität innovativer Biotech-Unternehmen für die traditionelle Pharmaindustrie dürften der demografische Wandel und der wachsende Reichtum in den Schwellenländern für weiteren Auftrieb bei den Biotechnologiefirmen sorgen. Die Weltbevölkerung wächst rasant an. Daneben können die so genannten Schwellenländer seit einigen Jahren beeindruckende konjunkturelle Wachstumszahlen vorweisen, was den Reichtum in diesen Ländern enorm vergrößert hat. Im Moment ist ein Ende dieses Aufstiegs nicht in Sicht, womit die Lücke zu den entwickelten Nationen in den kommenden Jahren noch weiter geschlossen werden sollte.

Eine wachsende Weltbevölkerung, stetig steigender Reichtum in den Schwellenländern und eine steigende Lebenserwartung der Menschen in diesen Nationen sollten zu einer größeren Nachfrage nach hochwertigen Medikamenten und damit letztlich auch zu höheren Gesundheitsausgaben führen. Wie sehr die Kosten für das Gesundheitswesen im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung und einem einsetzenden Alterungsprozess der Gesellschaft explodieren können, sieht man an den Beispielen der entwickelten Nationen aus Europa, USA oder Japan.Daneben breiten sich mit dem wachsenden Wohlstand auch bestimmte typische Wohlstandskrankheiten aus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO prognostiziert, dass sich die Zahl der Diabetes-Patienten allein in China bis 2025 verdoppeln wird. Ebenso steigt die Zahl der Raucher in den Schwellenländern, was zu einem Anstieg bei den Krebserkrankungen führt.

Fondsmanager sorgen für Absicherung

Wenn man sich als Privatinvestor entscheidet, in den Zukunftsmarkt Biotechnologie zu investieren, sollte man allerdings beachten, dass der Erfolg und Misserfolg der Unternehmen dieses Sektors häufig sehr nahe beieinander liegen können und sich in vielen Fällen der Unternehmenserfolg anhand der Akzeptanz eines Produktes entscheiden kann. Es kann vorkommen, dass Produkte, trotz hohen Forschungsaufwands keinen Markterfolg haben oder im Falle von Medikamente die Zulassung verweigert wird. Daher empfiehlt es sich in Biotechnologiefonds zu investieren, da die Fondsmanager in diesem Fall die hohen Einzelwertrisiken über die Zeit glätten können.

Ein Klassiker bei den Biotech-Fonds ist der Pictet-Biotech-P USD. Der Fonds investiert mindestens zwei Drittel des Vermögens in Aktien von besonders innovativen Biopharmagesellschaften aus dem medizinischen Bereich. Das Vermögen wird hauptsächlich in den USA investiert, da die meisten Unternehmen aus dem Biotech- und Genbereich aufgrund der geringeren Beschränkungen dort ihren Sitz haben. Der Fonds versucht im Besonderen Unternehmen zu identifizieren, die mit ihren Produktentwicklungen zu erheblichen medizinischen Fortschritten beitragen können.

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Fazit

Die Biotechnologiebranche hat sich in den vergangenen Jahren zwar sehr volatil gezeigt. Doch sie kann den Investoren trotzdem oder gerade deshalb eine sehr attraktive Investmentchance bieten. Der wachsenden Reichtum in den Schwellenländern und der demografische Effekt sollten für eine steigende Nachfrage nach innovativen Medikamenten sorgen. Neben den guten langfristigen Aussichten können auch aufgrund der vorherrschenden Volatilität in diesem Sektor auch spekulative Anleger relativ kurzfristig zum Zuge kommen und beispielsweise von bahnbrechenden medizinischen Innovationen profitieren.


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3 KOMMENTARE

  1. Der Sektor wächst sicherlich. Habe leider keine Ahnung von Bio-Technologie. Was ich nicht verstehe kaufe ich nicht. Zu viele Unternehmen verbrennen hier unheimlich Geld und am Ende kommt nichts raus.

    Die Blockbuster-Überlegung finde ich interessant. Dass es mal ein neues Aspirin oder Paracetamol gibt schließe ich aber nicht aus. Aber woher wissen, wer auf sowas kommt…

    Den Pictet-Biotech schaue ich mir mal an.

  2. @Ulrich: Dein Credo finde ich gut, geht mir genauso, habe mir zuletzt dennoch einmal die Mühe gemacht und mir diese Sache angeschaut, sooo ne kleine Position im Depot kann nicht schaden 🙂

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