Im Fokus Silber: Korrektur als Einstiegschance?

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Im laufenden Jahr 2012 sah es lange Zeit so aus, als könnte Silber im Bereich der Rohstoff- und Edelmetallinvestments endgültig aus dem Schatten des großen Bruders Gold treten. Allerdings musste der Silberpreis nach seinem kurzfristigen Sprung über die Marke von 37 US-Dollar je Feinunze, den er Ende Februar bewerkstelligen konnte, eine deutliche Korrektur erleben- aktuell tendiert derzeit um die Marke von 30 US-Dollar.

Zuletzt machten augenscheinlich dem Silberpreis unter anderem die sich eintrübenden Konjunkturperspektiven zu schaffen. Da Silber aufgrund einiger vorteilhafter Eigenschaften in der Industrie sehr gefragt ist, ist dessen Preis in der Regel sehr konjunkturabhängig. Zuletzt sind in Europa jedoch wieder die Sorgen vor einer Verschärfung der Eurokrise größer geworden, was auch die Ängste vor den negativen Folgen für die Konjunktur geschürt hat. Daneben sorgten die jüngsten politischen Ereignisse in Europa für weitere Verunsicherung. Mit dem Sieg des sozialistischen Präsidentschaftskandidaten in Frankreich François Hollande, der neuen Regierung in Griechenland und den Problemen der niederländischen Regierung sich auf ein Sparpaket zu einigen, scheint es für Deutschland (immer) schwerer zu werden, seine strikte Haltung zu einer Fortführung des europäischen Sparkurses aufrechtzuerhalten. Auf der anderen Seite:

Die wachsenden Sorgen vor einem konjunkturellen Einbruch könnten die Notenbanken veranlassen, erneut geldpolitische Lockerungsmaßnahmen als Gegenreaktion in Betracht zu ziehen. Sollten die EZB oder die Federal Reserve die Schleusen nochmals öffnen, könnte dies auch dem Silberpreis zu einem Anstieg verhelfen können. In den vergangenen Monaten hatte sich zumindest Fed-Chef Ben Bernanke weitere gelpolitische Lockerungsmaßnahmen für den Fall offen gehalten, dass sich der konjunkturelle Aufschwung in den USA nicht als nachhaltig erweisen sollte. Anhand der jüngsten offiziellen US-Arbeitsmarktdaten wurde schon einmal für den Arbeitsmarkt die mangelnde Nachhaltigkeit deutlich. Wie das US-Arbeitsministerium am 4. Mai nämlich mitteilte, hat sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im April gegenüber dem Vormonat um 115.000 erhöht. Volkswirte hatten allerdings einen Stellenaufbau um 162.000 Beschäftigte erwartet.

Wenn sich die Fed entschließen sollte der Abschwächung auf dem US-Arbeitsmarkt mit Hilfe einer fortgesetzten Politik des billigen Geldes entgegenzutreten, würde dies für einen schwächeren US-Dollar und eine geringere Nachfrage nach US-Anleihen sorgen. Damit könnten auch die Rohstoff- und Silberpreise wieder ansteigen. Anleger, die davon überzeugt sind, dass der Silberpreis aufgrund dieser Entwicklungen im weiteren Jahresverlauf wieder ansteigen sollte, könnten mit dem Gedanken spielen, den aktuellen Kursrücksetzer als günstige Einstiegsgelegenheit zu nutzen.

Spekulative Anleger, die von diesem Szenario ausgehen, könnten dieses mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE25KX) umsetzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,06, die Knock-Out-Schwelle bei 21,05 US-Dollar. Auf der anderen Seite: Wer als spekulativer Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, könnte dieses Szenario bei der BMW-Aktie mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DE91PC, aktueller Hebel 3,20; Knock-Out-Schwelle bei 37,40 US-Dollar) traden. Bei beiden Derivaten sollte beachtet werden, dass die Referenzwährung US-Dollar ist, die Abwicklungswährung dagegen EUR.

Stand: 08.05.2012/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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