Infineon: Chip, Chip, hurra

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Einst von der Pleite der Speicherchip-Tochter Qimonda selbst an den Rand des Abgrunds getrieben, könnte die Zukunft für den lange Jahre kriselnden Chiphersteller Infineon nach den guten Ergebnissen für das zweite Geschäftsquartal für das Jahr 2011/12 tatsächlich wieder etwas besser aussehen.

Zu den nackten Zahlen: Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorquartal um 4 Prozent auf 986 Mio. Euro. Beim Gewinn ging es sogar um 16 Prozent auf 111 Mio. Euro nach oben. Damit konnte Infineon die Analystenerwartungen deutlich übertreffen.

Im Überschwang der Gefühle rang man sich bei Infineon sogar dazu durch, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr (zum 30. September) leicht anzuheben. Bisher ging man auf Unternehmensseite von einem Umsatzrückgang von etwa 5 Prozent aus. Nun sollen die Geschäfte lediglich um die etwa 2 Prozent schrumpfen. Bei der operativen Marge beließ man die Prognose bei 15 Prozent.

Laut Vorstandschef Peter Bauer liefen im vergangenen Quartal vor allem die Geschäfte mit Halbleitern für Autos sowie für Bezahlkarten und elektronische Ausweise besonders gut und sorgten für das überraschend gute Ergebnis.

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Quelle: comdirect

Der Optimismus für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres rührt bei Infineon auch daher, dass beispielsweise der US-Chiphersteller Texas Instruments bei seinen jüngst vorgelegten Zahlen eine Entspannung der Nachfragesituation in Aussicht gestellt hat. Somit sollen sich die schwierigen konjunkturellen Bedingungen weniger belastend auf die gesamte Halbleiterbranche auswirken als bisher. Noch ein paar harten Fakten zur Aktie: Das Papier ist derzeit über dem GD100 und GD200, das Momentum ist ebenfalls auf „grün“, lediglich die Bollinger-Bänder sind derzeit für Trader ein Zeichen der Vorsicht. Das letzte Handelssignal war heute „MACD short“. Dennoch – für Langfrist-Anleger warum nicht diese Aktie?

  


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