Derivate aktuell: Neue Discounter-Studie der Deutschen Bank

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Derivate sind ja in diesen Zeiten – wenn man richtig hebelt und auch die Marktrichtung erkennt – eine schöne Sache. Gerade Discounter sind jetzt wiederum bei diesem Auf und Ab an den Märkten angesagt. Dementsprechend kann die Deutsche Bank nun auch mit einer aktuellen Studie zu dieser Derivate-Gattung auftrumpfen – mit teilweise interessanten Ergebnissen.

Untersucht wurden insgesamt 52.399 Discount-Zertifikate vom X-markets-Team der Deutschen Bank, die nach dem 4. November 1999 emittiert wurden und deren Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011 endete. Dabei bezogen sich insgesamt 38.857 Discount- Zertifikate auf Aktien, 13.238 Discount- Zertifikate auf Indizes und 304 auf Rohstoffe. Mit 70.1 Prozent stellten deutsche Aktien und Indizes den Großteil der Basiswerte dar, gefolgt von Europäischen Indizes mit 7,4 Prozent und US-Amerikanischen Aktien oder Indizes mit 5,4 Prozent. Die Anzahl der in der Studie vertretenen Herkunftsländer von Basiswerten blieb im Vergleich zur Vorjahresstudie mit 38 Ländern konstant. Die durchschnittliche Laufzeit aller Discount-Zertifikate betrug 394 Tage. (25 Tage weniger als in der Vorjahresstudie).

Untersuchungszeitraum war die Zeit vom 4. November 1999 bis zum 31. Dezember 2011. Hintergrund: Nachdem der DAX im Jahr 2010 einen starken Anstieg verzeichnen konnte, war das Jahr 2011 von zwei starken Rückschlägen geprägt. Im März 2011 lösten starke Unterseebeben vor der Küste Japans Tsunamiwellen aus, die neben der Verwüstung ganzer Landstriche auch die Nuklearkatastrophe von Fukushima zur Folge hatten. Die Börsen weltweit fielen daraufhin. Der DAX verlor z.B. innerhalb einer Woche ca. 10 Prozent. Der VDAX-NEW bewegte sich kurzfristig über 30 Punkten. Die Aktienmärkte erholten sich schnell wieder nach dem Schock und erreichten neue Jahreshöchstwerte. Wir erinnern uns:

Der DAX stieg bis auf 7.600 Punkte. Nach einer Seitwärtsbewegung zwischen 7.000 und 7.600 Punkten begann der zweite Einbruch der Weltbörsen Anfang August 2011 in Folge der anhaltenden Schuldenkrise. Die USA erhielten das erste Downgrade ihrer Geschichte durch Standard & Poor´s, US-Dollar und Euro gaben im Verhältnis zum Schweizer Franken nach und die Aktienmärkte fielen stark. Der DAX verlor in der Spitze 2.000 Punkte, fast 30 Prozent, in nur wenigen Wochen. Der VDAX-NEW stieg zeitweise über 50 Punkte. Ende 2011 schloss der DAX ca. 1.200 Punkte oder 17 Prozent tiefer im Vergleich zum Jahresbeginn.

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Quelle: db-x-markets

Nun die wichtigsten Eckpunkte/ Ergebnisse der Studie:

– 68,6 Prozent der mittlerweile 52.399 untersuchten Discount-Zertifikate haben sich über die jeweilige Produktlaufzeit besser entwickelt als der ihnen zu Grunde liegende Basiswert.

– 68,8 Prozent der Discount-Zertifikate wiesen eine positive Wertentwicklung auf. Über die jeweilige Produktlaufzeit erzielten 47,8 Prozent der entsprechenden Basiswerte eine positive Rendite.

– Mit 21,8 Prozent der Discount-Zertifikate konnten Anleger im betreffenden Zeitraum (4. November 1999 bis 31. Dezember 2011) eine positive Rendite erzielen, obwohl sich der zu Grunde liegende Basiswert in der jeweils selben Zeitspanne negativ entwickelt hat.

– Insgesamt erzielten 45,9 Prozent der Discount-Zertifikate ihre maximale Rendite.

– Seit Januar 2011 reduzierte sich das ausstehende Volumen der Discount-Zertifikate von 6,8 Mrd. Euro auf 5,6 Mrd. Euro per Ende Januar 2012.


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