World Gold Council: Das waren die großen Goldpreis-Trends im 1. Quartal

19. April 2012 | Von | Kategorie: Rohstoffe

Damit trifft das World Gold Council ins Schwarze: In den Gold Investments Statistics stellen die Experten heraus, dass wieder viele Faktoren die Entwicklung des Goldpreises beeinflusst haben.

Dazu zählen ohne Frage die verbesserten Wirtschaftsdaten aus den USA, die Befürchtungen vor einer Verlangsamung des chinesischen Wachstums aber auch die Ausweitung der Kreditvergabe durch die Europäische Zentralbank (EZB). All diese Faktoren haben zu einer erhöhten Volatilität an den Märkten geführt. Aber auch darauf weisen die Experten hin: Trotz starken Gegenwindes hat Gold das Quartal mit einem Plus abgeschlossen.

Nach Ansicht des World Gold Council sind das die wichtigsten Faktoren für die Goldpreisentwicklung:

So ist der Goldpreis in allen maßgeblichen Währungen in den ersten drei Monaten gestiegen. Auf Dollarbasis ergab sich hier ein Zuwachs von 8,6% im Vergleich zum Vorquartal. Das entspricht rund dem Doppelten des Zehn-Jahres Durchschnitts. Besonders stark fiel der Anstieg beim Goldpreis in Yen mit rund 16% aus.

Trotz der stärkeren Schwankungen beim Goldpreis bleibt die langfristige Korrelation zu Aktien davon nicht betroffen. Keine Frage: Kurzfristig hat die Volatilität zu anderen Anlageklassen zugenommen, doch mittel- bis langfristig bleibt Gold auch in einer negativen Korrelation zum US-Dollar.

„Trotz der positiven Aspekte war das erste Quartal eine wirkliche Herausforderung für Gold“, heißt es weiter vom World Gold Council. Und auch damit liegen die Experten richtig – vor allem auch beim Blick auf die Preisentwicklung in den ersten Wochen des neuen Quartals.

Mit dem Zuwachs von 8,6% blieb der Goldpreis deutlich hinter großen Aktienmärkten zurück, die vielfach im zweistelligen Bereich zulegten. Es bleibt spannend, ob sich dieser Trend auch im aktuellen Quartal fortsetzt. Momentan sieht es nicht danach aus.

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar.

Ein Gastkommentar von Heiko Böhmer

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