Im Fokus Nickel: Die Förderung im Wandel

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Seit Jahresbeginn folgten die Preise für Industriemetalle den wirtschaftlichen Entwicklungen auf der Welt. Die ermutigenden Wirtschaftsindikatoren aus den Vereinigten Staaten und die Kursaufschläge an den Aktienmärkten weltweit waren für deren Preise ausschlaggebend. Entsprechend reagierten die Industriemetallkurse auf die enttäuschenden Wachstumsprognosen aus China mit Kursrückgängen.
Nickel war von diesem Trend nicht ausgeschlossen. Betrachtet man die Preisentwicklung des Metalls kommt man jedoch nicht umhin einen Umstand besonders zu betrachten: Den Preiseinfluss von Angebot und Nachfrage.

Schon im vorigen Jahr waren Veränderungen im Angebots- und Nachfrageverhältnis zu erkennen. Die globale Fördermenge stieg 2011 nämlich um ca. 9 Prozent an. Für eine weitere Zunahme des Nickelangebots im neuen Jahr sprechen zahlreiche zusätzliche Minenprojekte. Die Nickelproduzenten planen weiter deutliche Kapazitätserhöhungen mit neuartigen Förderungssystemen. Die in den neuen Vorhaben eingesetzte HPAL (High Pressure Acid Leach)-Technologie, bei der unter hohem Druck Nickel durch Schwefelsäure aus den lateritischen Erzen ausgewaschen wird, verspricht besonders große Produktionsmengen.

Angesichts dieses Umstandes ist für das Jahr 2012 von einer weiteren Zunahme der Nickel-Fördermengen auszugehen. Dabei stellen sich grundsätzlich zwei Fragen: Wird das weltweit geförderte Volumen durch die hinzukommenden Förderanlagen massiv steigen? Und: Ist der Markt überhaupt in der Lage einen weiteren Preisanstieg zu absorbieren?

Was passiert wenn die Fördermenge tatsächlich ansteigt?

Betrachtet man die Preisentwicklungen von Industriemetallen in den letzten Monaten fällt folgender Punkt sofort auf: Individuelle, preisbeeinflussende Faktoren für die einzelnen Industriemetalle verlieren an Bedeutung. Stattdessen unterwarf sich die Preisentwicklung für Nickel in der letzten Zeit beispielsweise viel weniger dem Gesetzt von Angebot und Nachfrage als der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Vorerst erscheint es also wahrscheinlich, dass ein potentieller Zuwachs an Fördermengen keinen starken Einfluss auf den Nickelkurs ausüben wird.

Kann die Fördermenge wirklich so beträchtlich erhöht werden?

Zunächst einmal: Die neuen Förderungstechnologien die in den neuen Förderungsanlagen zur Verwendung kommen, befinden sich in einem relativ frühen Entwicklungsstadium. Die erste Generation der HPAL-Minen wurde um das Jahr 2000 in Australien in Betrieb genommen. Damals wie heute führten Schwierigkeiten bei der Förderung und Kinderkrankheiten der neuen Technologie zu Fördermengen, die weit von dem weg sind, was die verantwortlichen Unternehmen vorher in Aussicht gestellt hatten. Von den Projekten der ersten HPAL-Generation ist heute lediglich eine Anlage in Betrieb. Die Produktionszahlen sind allerdings auch hier weit von dem entfernt was sich die Minenbetreiber einst versprachen. Die im Jahr 2012 anlaufenden Anlagen der zweiten Generation sind von solchen Problemen ebenfalls nicht ausgenommen: Auch hier kam es bereits zu zusätzlichen finanziellen Aufwendungen und starken Verzögerungen bei der Umsetzung. Bereits jetzt kündigten einige Betreiber an, ihre Förderungsziele ihrer neuen Förderungsstätten für die nächsten Jahre deutlich nach unten zu korrigieren.

Anleger haben die Möglichkeit mit Zertifikaten und Optionsscheinen der Société Générale von der Nickelpreisentwicklung zu profitieren. Zu beachten ist jedoch, dass bei einer entsprechenden Investition keine laufenden Erträge, wie beispielsweise Zinszahlungen, anfallen. Ein weiteres Risiko trägt der Anleger bei nicht währungsgesicherten Produkten durch eventuelle Wechselkursschwankungen. Diese lassen sich jedoch durch den Einsatz sogenannter Quanto-Produkte eliminieren. Das Partizipations-Zertifikat auf Nickel (WKN: SG9F34) spiegelt beispielsweise die Wertentwicklung des Nickelpreises nahezu eins zu eins wider und ist gegen Währungsschwankungen abgesichert. Die Laufzeit ist unbegrenzt (Open End) und für die Währungssicherung fällt derzeit eine Quanto-Gebühr in Höhe von 3,61 Prozent pro Jahr an.

Für Anleger, die auf eine Absicherung der Wechselkursschwankungen verzichten möchten, bietet die Société Générale darüber hinaus das entsprechende Partizipations-Zertifikat (WKN: SG9F3Y) auf Nickel ohne Quanto-Funktion an.

Eine weitere interessante Alternative sind die Discount-Zertifikate der Société Générale. Diese Zertifikate ermöglichen es Anlegern, einen Basiswert vergünstigt zu erwerben. Um den Preisabschlag zu gewährleisten, ist jedoch die maximale Rendite dieser Produkte durch den jeweiligen Cap begrenzt – in diesem Fall partizipiert der Anleger bei einem Kursrückgang bis zu einer festgelegten Kursnotierung des Industriemetalls. Sollte der Basiswert diesen Cap am Finalen Bewertungstag erreichen oder überschreiten, erfolgt eine Auszahlung entsprechend der Höhe des Caps bereinigt um das Bezugsverhältnis. Notiert der Basiswert zum Laufzeitende unter dem Cap, erfolgt eine Auszahlung entsprechend der Performance von Nickel, verglichen mit dem Basispreis. Hier bietet sich beispielsweise das Zertifikat mit der WKN SG2SW4 an.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


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