Im Fokus Gold: Bleiben die Schwankungen erhalten?

23. März 2012 | Von | Kategorie: Rohstoffe, Zertifikate & Derivate

Da musste man als Goldinvestor im Februar schon die Ruhe bewahren können. Allein aufgrund der Tatsache, dass US-Notenbankchef Ben Bernanke keine neuen geldpolitischen Lockerungen versprochen hatte, brach nämlich der Goldpreis innerhalb eines Tages um etwa 100 US-Dollar ein – was den größten Tagesverlust in mehr als drei Jahren bedeutete und von dem sich der Kurs bis heute nicht so recht erholen konnte.

Nach dem neuerlichen Rückgang beim Goldpreis könnte man vielleicht daher langsam den Eindruck gewinnen, dass das Edelmetall mehr und mehr seine seit jeher ausgeübte Sicherheitsfunktion zu verlieren scheint, welche noch mit den Preissteigerungen in Zeiten der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise sehr deutlich aufgezeigt wurden. Und heute? Könnte man eben diesen besagten Eindruck gewinnen, dass der so genannte „sichere Hafen“ eher zu einem spekulativen Investment verkommt, als vielmehr Anlegern, die dem Auf und Ab an den Aktienmärkten entfliehen möchten, als beruhigende Investitionsmöglichkeit zu dienen. Wohlgemerkt „könnte“.

Denn trotz der vergrößerten Volatilität der jüngsten Vergangenheit im Goldpreis, könnte man auch den langfristigen Aufwärtstrend im Kurs herausstellen. Obwohl der Preis in 2011 stark schwankte, gehörte Gold bislang zu den besten Performern bei den Rohstoffen und Edelmetallen. Und auch in Zukunft könnte es einige Indikatoren geben, die für einen langfristigen Aufwärtstrend beim Goldpreis sprechen könnten:

Einer zur Zeit immer noch weiter steigenden Goldnachfrage steht eine voranschreitende Verknappung des endlichen Gutes Gold gegenüber, was allein für sich genommen für einen höheren Goldpreis in der Zukunft sprechen könnte. Gold ist und bleibt nämlich ein endliches Gut, das je knapper es wird, umso teurer zu fördern sein wird, da man danach an immer tieferen Stellen suchen muss. In Südafrika fördert man beispielsweise schon heute in Tiefen von 4.000 Metern, was mit erheblichem Aufwand und den dementsprechenden Kosten verbunden ist.

Diese Erwartung dürfte auch für viele Teilnehmer als Erklärung für einen erneuten Einstieg in Gold dienen. Dieser Wiedereinstieg scheint gerade jetzt, aufgrund der aktuellen Schwäche im Goldpreis attraktiver geworden zu sein. Da passt es gut ins Bild, dass wie die „Financial Times“ jüngst berichtete, eine ganze Reihe, vor allem asiatischer Zentralbanken, den gegenwärtig schwächelnden Goldpreis dazu genutzt haben sollen ihre Goldreserven aufzufüllen.

Allerdings könnte die aktuelle Schwäche beim Goldpreis auch gerade dafür sprechen, dass Gold seine Funktion als „sicherer Hafen“ nicht verloren hat, sondern nur als solcher gerade nicht benötigt wird – und deshalb das Geld wieder in vermeintlich riskantere Anlagen wie Aktien fließt. Denn gerade als der Goldpreis seinen neuesten Kurssturz zu verzeichnen hatte, konnte der deutsche Leitindex DAX die Marke von 7.000 Punkten überwinden und sich darüber etablieren. Nichts desto trotz: Gold dürfte weiterhin eine interessante Anlegerstory bleiben!

Spekulative Anleger könnten nun mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB7TUR; Hebel 2,91; Knock-Out-Schwelle bei 1121,50 US-Dollar) auf weiter steigende Kurse setzen. Spekulative aber eher short-orientierte Anleger könnten mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE79P9; Hebel 2,78; Knock-Out-Schwelle bei 2.185,00 US-Dollar ) dagegen auf einen fallenden Goldpreis setzen. Wie immer sei gesagt: Ob short oder long – Anleger sollten bei allen Engagements stets das Währungsrisiko beachten!

Stand: 23.03.2012/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets
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Ein Kommentar auf "Im Fokus Gold: Bleiben die Schwankungen erhalten?"

  1. Sandro Valecchi sagt:

    Ja,mit nicht unerheblichen schwankungen beim Goldpreis ist wohl zu rechnen:China wird aller Voraussicht nach im Juni wird 2012 die neue, „Panasiatischen Goldbörse“, konstituieren. Damit wird es erstmals eine Konkurrenz auf die bislang exklusive Stellung der London Metals Exchange und der Comex in New York geben. Vor allem die 1,3 Milliarden Chinesen, die zum größten Goldinvestor global aufgestiegen sind, können dann per Mausklick Goldkontrakte in ihrer Landeswährung, „Renminbi“, handeln. Gold wird ab Juni 2012 erstmals nicht mehr allein in Dollar gehandelt. Im Gegensatz zu den westlichen Rohstoffbörsen ist dabei jeder einzelne Kontrakt mit physischem Gold hinterlegt. Chinesische Anleger hätten somit keinen wirklichen Grund auf die Börse in London oder New York angewiesen zu sein und ein Kapitalabzug kann die Folge sein. Erhebliche Kurskorrekturen „nach unten“ werden vermutet, weil vorsichtige Anleger vor Eröffnung der neuen Börse in China möglicherweise Gewinnmitnahmen realisieren werden.
    Sandro Valecchi, Analyst, Berlin

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