Krones: Sonderfaktoren trüben die Stimmung

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Trotz ordentlicher Geschäftszahlen kommt rund um die Krones-Aktie keine gute Stimmung auf. Ein Rechtsstreit und eine höhere Steuerquote lassen die an sich guten Ergebnisse wieder schlecht aussehen.

Mit dem Umsatz sowie mit dem operativen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2011 konnte man beim Weltmarktführer für die Herstellung von Abfüll- und Verpackungsanlagen Krones AG zufrieden sein, allerdings vermiesten Sondereffekte das Ergebnis nach Steuern. Beim Umsatz konnte ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 Prozent auf 2,17 Mrd. Euro und beim Ergebnis vor Steuern ein leichtes Plus um 5 Prozent auf 74,6 Mio. Euro verbucht werden.

Belastend wirkten sich die Rückstellungen aus, die das Unternehmen für einen Rechtsstreit in den USA bilden musste. Außerdem erhöhte sich die Steuerquote nach einer Betriebsprüfung. Diese beiden Gründe waren laut Unternehmensangaben hauptsächlich dafür verantwortlich, dass die Analystenerwartungen deutlich unterboten wurden. Das Unternehmen verdiente nach Steuern 43,7 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch 50,9 Mio. Euro zu Buche standen.

Beim Ausblick für das laufende Jahr möchte man sich noch nicht so recht in die Karten blicken lassen. Genaue Prognosen soll es erst am 25. April auf der Bilanzpressekonferenz geben. Allerdings geht man davon aus, dass sich die aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten des Gesamtmarktes nicht allzu stark auf Krones auswirken dürften.

Anhand der Ernüchterung durch das enttäuschende Ergebnis nach Steuern, ist es auch wenig verwunderlich, dass zurzeit keine große Euphorie um die Krones-Aktie aufkommen will. Schon die zuvor aufgekommenen Meldungen über die Rückstellungen im Rechtstreit in den USA hatten für eine deutliche Korrektur bei dem im MDAX gelisteten Papier gesorgt. Nachdem es seit Jahresbeginn um 25 Prozent auf fast 45 Euro nach oben ging, sorgten die schlechten Nachrichten der letzten Tage für eine Korrektur von etwas mehr als 10 Prozent.


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Quelle: comdirect

Sollte man der Überzeugung sein, dass es nachdem die Sonderfaktoren nun berücksichtigt wurden, auch wieder bessere Nachsteuer-Ergebnisse für Krones geben wird, könnte gerade die aktuelle Korrektur eine neue günstigere Einstiegschance für das Papier liefern.


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