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Finger weg von Zocker-Werten aus dem Explorer-Sektor

Ich habe lange überlegt, zu diesem Thema etwas zu bloggen. Denn es ist fast schon wieder vom Tisch, glauben viele. ich denke wiederum, die nächste Welle kommt schon wieder. Ich rede von den dubiosen Aktien-Empfehlungen aus dem Explorer-Bereich.

Jüngst konnte jeder in der Wirtschaftswoche lesen: Bei der internationalen Großrazzia wegen Kursmanipulation am vergangenen Mittwoch wurden nach Informationen der WirtschaftsWoche unter anderem die Münchner VEM Aktienbank, der Investor Verlag des Bonner Verlegers Norman Rentrop und Privaträume eines früheren Mitarbeiters des Münchner Anlegermagazins Focus Money durchsucht. Den ganzen Beitrag gibt es hier zu lesen.

Auf diebörsenblogger haben wir in der Vergangenheit nie über solche Explorer-Titel geschrieben und werden es auch künftig nicht tun. Irgendwelche Werte, die über keine regelmäßigen Umsätze an der Frankfurter Börse verfügen und auch noch eine Market Cap unter 50-100 Mio. Euro haben, sind für uns kein Thema.

Daher wird man hier auch nie etwas über Werte wie Cardero Resource, Elementos oder Zimtu lesen – zumindest als Empfehlung nicht, im Gegensatz zu diversen Publikationen aus dem deutschsprachigen Raum, wo sich einige Journalisten seit Jahren „gute Kontakte“ zu den Geschäftsführern und PR-Menschen von besagten Explorer-Werten aufgebaut haben. Und dies sicherlich nicht nur aus „journalistischem Interesse“. Recherchiert man nämlich einmal genauer, dann ist es sehr einfach herauszufinden, welche Publikationen schon seit Jahren kontinuierlich diverse Explorer-Werte „empfehlen“.

An dieser Stelle möchte ich meinen geschätzten Kollegen Rolf Morrien zitieren. Er ist wirklich ein alter Hase im Geschäft und ein erfahrener Börsianer. er schrieb jüngst zu diesem Thema in seinem Börsenbrief Depot Optimierer: „Mitte 2011 leidet die Rohstoffbranche unter Gegenwind. Auch der Fonds World Mining hat gelitten. Doch das ist nur eine Momentaufnahme. Die globale Nachfrage wird die Rohstoffpreise nach oben treiben. Steigende Preise sind der Gewinnmotor für die großen Minengesellschaften. Die Fondsmanager investieren nicht in kleine „Zockerwerte“, sondern in die Marktführer. Die größten 10 Positionen sind: Rio Tinto, BHP Billiton, Vale, Freeport-McMoRan, Teck, Glencore, Newcrest, First Quantum, Xstrata und Impala. Der Depot-Optimierer setzt mit diesem Fonds ganz bewusst auf die Schwergewichte“. Und weiter:

„Kleine Rohstoff-Unternehmen, die noch nicht produzieren (auch „Explorer“ genannt), weisen zwar einen größeren Gewinn-Hebel auf, wenn sie einen Volltreffer landen. Allerdings: 99 von 100 Minenprojekten schaffen nicht den Sprung vom Explorer zum großen Produzenten. Es tummeln sich auch zu viele Glücksritter und Betrüger in der Explorer-Zunft“. Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Seinen Lesern empfiehlt dann Morrien den besagten World Mining-Fonds von BlackRock. Auch dem ist nichts entgegenzusetzen. Es gibt nämlich noch gute Empfehlungen von guten Analysten bzw. Finanzjournalisten..


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