Xstrata: Elefantenhochzeit mit Glencore noch nicht in trockenen Tüchern

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Rund um die Xstrata-Aktie hat sich die anfängliche Fusionseuphorie ein wenig gelegt, doch von Analystenseite sieht man fast durchweg eine positive zukünftige Entwicklung des Xstrata-Papiers.

Nachdem die EU-Kommission bereits die Fusionspläne der Börsenbetreiber Deutsche Börse AG und der New Yorker NYSE Euronext durchkreuzt hat, wird man nun gespannt darauf sein ob die EU-Kommission der Elefantenhochzeit zwischen dem Minenbetreiber Xstrata dem weltgrößten Rohstoffhändler Glencore und zustimmen wird. Zusammen würden die beiden Unternehmen dann eine Marktkapitalisierung von etwa 90 Mrd. US-Dollar haben.

Unter besonderer Beobachtung sollen dabei die entstehenden Kräfteverhältnisse in den Märkten für Kraftwerkskohle und Zink stehen. Bei Zink würde das fusionierte Unternehmen etwa ein Viertel und bei Kraftwerkskohle etwa ein Drittel des Marktes beherrschen. Zwar stehen noch die wettbewerbsrechtlichen Prüfungen in mehreren Ländern an, darunter in den USA, China, Südafrika und Kanada, allerdings stellt laut eines Berichtes des Wall Street Journal die Prüfung der EU-Kommission die schwierigste Hürde für den Deal dar.

Laut der Analysten von Liberum Capital würde Xstrata bei der Fusion vor allem von dem Zugang zur Handelsplattform von Glencore profitieren. Dabei gehen die Analysten von sogar noch höheren Synergien aus, als dies mit den von Unternehmensseite angekündigten 500 Mio. US-Dollar der Fall sein wurde.

Insgesamt sehen die Analystenerwartungen für die weitere Entwicklung der Xstrata-Aktie relativ positiv aus. Dabei reichen die Kursziele von 12 Britische Pfund bei der Societe Generale bis 16 Pfund bei der Bank of America.

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Quelle: comdirect

Zumindest bei den Anlegern scheint die anfängliche Euphorie über den geplanten Deal aber ein wenig verflogen zu sein. Hatte die Xstrata-Aktie in London noch auf die Ankündigung der Fusion mit einem Kurssprung von 20 Prozent und über die Marke von 12,50 Britische Pfund reagiert, so versetzten die Unsicherheiten über eine Zulassung der Fusion, darüber ob die Aktionäre gut genug bei dem Deal wegkommen sowie über die angekündigten Synergieeffekte dem Aktienkurs einem Dämpfer.


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