MAN: Wenn die Trucks mal rollen…

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Mit VW im Rücken und der Trennung von dem Problemkind Ferrostaal sieht man beim Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN positiv in die Zukunft. Allein die schlechten Konjunkturaussichten in der Eurozone sorgen dabei für etwas Ernüchterung.

Bei den Geschäftsergebnissen für das vergangene Jahr konnte man sich bei MAN über einen Rekordumsatz von 16,5 Mrd. Euro freuen, was einen Anstieg von 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis bedeutete. Noch besser entwickelte sich das operative Ergebnis, welches um 43 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro gesteigert werden konnte. Das Unternehmen musste aber einen deutlichen Rückgang beim Ergebnis nach Steuern verzeichnen, das im Vergleich zum Vorjahr um 475 Mio. Euro auf 247 Mio. zurückging. Diese Verschlechterung wird zum großen Teil der Veräußerung von Ferrostaal zugeschrieben.

Allerdings konnte man dabei auf Anlegerseite eher die positiven Aspekte herausstellen, da Ferrostaal bisher für einiges an Kummer bei MAN verantwortlich war und man froh sein wird, dass man sich davon trennen konnte. Aufgrund dieser Tatsache und der trotzdem noch mehr als ordentlichen Zahlen hatten die Aktionäre in den vergangenen Monaten ihre wahre Freude an der MAN-Aktie. Seit November 2011 befindet sich das Papier auf einem atemberaubenden Aufstiegskurs, bei dem der Wert der Aktie fast verdoppelt wurde und sich in dieser Zeit zu einem der großen Gewinner im DAX aufschwingen konnte.

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Quelle: comdirect

Anlässlich dieses Aufstiegs bleibt es natürlich spannend zu sehen, ob immer noch Luft nach oben vorhanden ist, oder ob die Luft mittlerweile zu dünn geworden ist und uns eine Korrektur bei der MAN-Aktie bevorsteht. Die Frage bleibt ob das Papier mit einem 2012er-KGV von 17 sowie eines vorsichtigen Ausblicks aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise schon zu teuer für einen aktuellen Einstieg geworden ist? Nun – wer die Aktie jetzt kaufen will, wird wohl eher der Kategorie Langfrist-Anleger angehören – was ja kein Fehler ist. Wenngleich:

Das Management geht von einem leicht rückläufigen Gesamtumsatz sowie einem leicht niedrigeren operativen Ergebnis für 2012 aus. Es bleibt dabei, dass sich der europäische Gesamtmarkt für Verkehrsmittel schlecht entwickelt, da die rigorosen Sparmaßnahmen der Regierungen bisher jegliche Wirtschaftswachstum verhindern und die Eurozone für das Jahr 2012 in eine Rezession stürzen könnten. Nach Prognosen von EU-Kommission und EZB soll die Wirtschaft der Eurozone in 2012 um 0,3 Prozent schrumpfen.


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