Im Fokus: Platin im Aufwind

0

Mitte Februar verzeichnete Platin den stärksten Preisanstieg der Edelmetalle und durchbrach zum ersten Mal seit Ende September wieder die Marke von 1.700,00 US-Dollar je Feinunze. Dies sah nicht immer so aus: Das Jahr 2011 beendete das silberfarbene Metall mit einem Kurs von rund 1.400,00 US Dollar. Anfang des Jahres notierte Gold noch rund 140,00 US-Dollar höher als Platin. Aufgrund der guten Performance innerhalb der letzten beiden Monate konnte Platin den Abstand auf etwas mehr als 60 US-Dollar je Feinunze verringern.

Es stellt sich die Frage, welche Gründe hinter dem plötzlichen Platinpreisanstieg stecken.

Platin wird insbesondere zur Herstellung von Katalysatoren benötigt. Da die Automobilindustrie allerdings eine sehr konjunkturabhängige Industrie ist, ist auch die Nachfrage nach Platin sehr konjunkturanfällig. Derzeit profitiert der Platinpreis vor allem von einer steigenden Nachfrage im Bereich der Automobilindustrie. Auf dem US-amerikanischen Markt wurden 2011 knapp 12,8 Millionen Fahrzeuge verkauft, das entspricht einer Steigerung von rund 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Eine große Rolle spielen auch die politischen Ereignisse bei der Preisentwicklung von Platin. Rund 80 Prozent der weltweiten Platinproduktion stammt aus Südafrika und Simbabwe. Den Rest liefern Russland und Nordamerika – deren Produktion sich stabil verhält. Dies kann man von Südafrika und Simbabwe nicht behaupten. Seit Monaten bestimmen Streiks und Werkschließungen die Regionen. Die riesige Mine Rustenburg von Impala Platinum in Südafrika musste Produktionsausfälle von mehr als 80.000 Unzen verzeichnen und steht mittlerweile seit einem Monat still. Grund für den Streik ist ein Bonusprogramm, das für lange Betriebszugehörigkeit eingeführt wurde, jedoch nicht für die gesamte Belegschaft. Der nicht genehmigte Streik verlief zunächst friedlich. Nach der Kündigung von17.000 Mitarbeitern aufgrund der Arbeitsniederlassung geriet die Situation außer Kontrolle – Arbeiter randalierten und setzten Häuser in Brand.

Immer wieder kommt es auch zu Stromausfällen, verursacht durch ein veraltetes, nicht funktionsfähiges Stromnetz. Gerade der Bergbau hat unter dem Elektrizitätsmangel zu leiden, so führt der häufige Stromausfall oft zu Produktionsausfällen. Neben der schlechten Energieversorgung gehören Unfälle in den südafrikanischen Minen zur Tagesordnung. Auch in Simbabwe herrschen politische Unruhen: Hier soll in Zukunft nach dem Beschluss des Präsidenten eine eigene Raffinerie aufgebaut werden. Jedoch findet die Verstaatlichung der Minenindustrie bei den Investoren keine Befürworter. Denn die Regierung müsste Kompensationszahlungen in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar zahlen. Ohne eine solche Kompensation wäre eine Änderung der südafrikanischen Verfassung notwendig. Die hierfür notwendige Mehrheit von 75 Prozent der Abgeordneten kam bisher jedoch nicht zustande.

Für chancenorientierte Investoren könnte der Open End Turbo Long (WKN: SG2U1X) interessant sein. Das Produkt stellt ein ideales Instrument für Anleger dar, die mit reduziertem Kapitaleinsatz und einer daraus resultierenden Hebelwirkung an einer Kurssteigerung partizipieren möchten. Steigt der Basiswert um einen US-Dollar, so steigt auch der Turbo um einen US-Dollar unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses und der Währung. Die Finanzierungskosten des Emittenten werden täglich im Produkt eingepreist, der Basispreis des Long Open End Turbos erhöht sich folglich jeden Tag um den anteiligen Finanzierungszinssatz. Die Knock-Out Schwelle wird monatlich angepasst. Weitere Vorteile der Open End Turbos sind die theoretisch unbegrenzte Laufzeit sowie der fehlende Einfluss der impliziten Volatilität bei der Preisstellung.

Konservative Anleger, die von einem erneutem Anstieg des Platinpreises ausgehen, haben die Möglichkeit mit dem Partizipations-Zertifikat (WKN: SG9F3S) die Wertentwicklung des Edelmetalls nahezu eins zu eins abzubilden. Das Zertifikat verfügt über keine feste Laufzeit und kann zur Umsetzung einer langfristigen Anlagestrategie genutzt werden. Zusätzlich beinhaltet das Produkt eine Absicherung gegen eventuelle Wechselkursschwankungen. Diese ist allerdings mit Kosten verbunden, der sogenannten Quantogebühr. Gegenwärtig beträgt diese 2,75 Prozent pro Jahr. Für Anleger, die ohne Wechselkurssicherung an der zukünftigen Performance des Edelmetalls teilhaben möchten, stellt das Partizipations-Zertifikat mit der WKN SG0AYJ eine Alternative dar.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here