Market Preview: DAX – Mit Hilfe des Dreijahrestenders zu neuem Jahreshoch?

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Nachdem sich der DAX in den letzten Tagen eher seitwärts bewegt hat, fragt man sich ob denn der zweite Dreijahrestender der EZB eine erneute Rallye auslösen kann. Wir dürfen gespannt sein.

Die Commerzbank sieht den DAX zumindest in einer konstruktiven Ausgangslage. Bei der Citi stellt man fest, dass Intraday weiter Uneinigkeit herrscht. X-markets geht bei der heutigen Tendenz von aufwärts aus, BNP dagegen von seitwärts und bei der HSBC wird das Hoch von 6.904 Punkten als Signalgeber definiert für einen erneuten Anlauf auf das bisherige Jahreshoch bei 6.971 Punkten.

Wichtige Termine heute:

Hochtief Jahreszahlen
MLP Jahreszahlen
Transocean Q4-Zahlen
Swiss Life Jahreszahlen
Repsol Q4-Zahlen
DE Einfuhrpreise Januar, 8:00 Uhr
DE Arbeitslosenquote Februar, 9:55 Uhr
EU Verbraucherpreise Januar, 11:00 Uhr
USA BIP Q4, 14:30 Uhr
USA Einkaufsmanagerindex Chicago, 15:45 Uhr
USA Fed Beige Book, 20:00 Uhr


1 KOMMENTAR

  1. Absolut.
    Rund 800 Banken und Kreditinstitute, darunter die Deutsche Bank, Commerzbank, Unicredit, Bank of Ireland u.a., haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Liquiditätsfähigkeit mit Hilfe der Europäischen Zentralbank (EZB) aufzustocken: das Gesamtvolumen soll nach Angaben der EZB bei 529,5 Milliarden Euro liegen und ist auf eine Laufzeit von 3 Jahren mit einem absoluten Niedrigzinssatz von 1 % fixiert – für Marktbeobachter und Analysten außergewöhnlich lange 3 Jahre.
    Bereits Ende 2011 statte die EZB die Finanzmärkte mit einer Liquiditätsspritze von 489 Milliarden Euro aus, ebenfalls zu den vorgenannten Konditionen von einem eher symbolischen Zinssatz von 1 % und mit einer Laufzeit von 3 Jahren. Ein sehr gutes Geschäft für die Banken und Kreditinstitute der EU, die das Kapital zu einem Teil in Staatsanleihen Italiens oder Spaniens, die mit hohen Zinsversprechen, umschichteten. Demzufolge hatten diese Länder weniger Probleme, sich frisches Kapital zu beschaffen. Auch andere Mitgliedstaaten im Euro-Währungsverbund, beispielsweise Irland und Belgien, mussten in der Folge weniger hohe Zinsen für ihre Staatstitel bieten.

    Selbstverständlich kommen diese Mittel allerdings auch der Realwirtschaft zu gute, keine Frage, anders wäre die Dax-Rallye im Januar und Februar 2012 undenkbar gewesen. Anleger finden wieder zurück in die Aktienwerte der großen Unternehmen, Vertrauen wird sukzessive und mühsam wieder aufgebaut. Diese positive Stimmung an den Kapitalmärkten findet auch in den USA ihre Fortsetzung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss aktuell 0,2 % höher auf 13.005 Punkte und beendete erstmals seit Mai 2008 den Handel wieder über die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Zählern.

    Profitiert die Realwirtschaft – wovon ich ausgehe – gleichwohl unmittelbar oder ach nur mittelbar, ist ein neues Jahreshoch sehr wahrscheinlich.
    Sandro Valecchi, Berlin

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