Im Fokus Palladium: Preistreiber – Automobil-Branche?

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Wer vor hat, sein Geld in Rohstoffe oder Edelmetalle anzulegen wird dabei wohl als erstes an Gold oder Silber denken. Palladium dagegen findet in der Öffentlichkeit deutlich weniger Beachtung, was aber nicht heißen muss, dass es keine attraktive Investmentmöglichkeit darstellen könnte. Es ist vielmehr ein weiteres Beispiel dafür, wie man sich als Anleger eventuelle Renditechancen verbauen könnte, indem man eben nicht „über den Tellerrand schaut“ und einige Investments von vorneherein als zu „exotisch“ abtut.

Das silberweiß glänzende Metall ist beispielsweise härter als Platin, lässt sich aber sehr gut schmieden und auch, ähnlich wie Gold, zu dünnen Folien auswalzen. Häufig wird Palladium als „das günstigere Platin“ bezeichnet, was daran liegt, dass beide Edelmetalle einige Ähnlichkeiten bezüglich ihres chemischen Verhaltens aufweisen und Palladium in der Natur fast immer zusammen mit Platin auftritt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass in der Industrie bei einer Platin-Knappheit verstärkt Palladium als Substitut nachgefragt wird.

Aufgrund der sehr guten Verarbeitungseigenschaften ist das Metall in der Industrie sehr gefragt. Verwendet wird Palladium vor allem in der Autoindustrie, im Elektrobereich und in der Medizin. Gerade die Automobilbranche dürfte das Edelmetall künftig wohl stärker benötigen. Denn Palladium wird auch in Brennstoffzellen als Elektrodenmaterial verwendet und dient im zukünftigen Wasserstoffauto als Speichermaterial für Wasserstoff. Einen – wenn auch geringeren – Bedarf an Palladium gibt es zudem aus der Schmuckindustrie: Denn Weißgold ist eine Gold-Palladium-Legierung mit einem Goldanteil von circa 60 bis 80%. Die Legierung wird gerne in Ringen und Schmuckstücken verwendet. Kurzum: Palladium ist ein vielseitig verwendbares Edelmetall, das unter anderem an der New York Mercantile Exchange und am London Bullion Market gehandelt wird, wobei der Preis wie bei Gold in der Regel in US Dollar je Feinunze angegeben wird.

Vor allem der besagte Verwendungsbereich im Automotive-Sektor könnte in Sachen Preisentwicklung bei Palladium interessant sein. Denn mehr als die Hälfte des Palladium-Jahresverbrauches entfällt auf diesen Industriezweig. Sollte die Automobilindustrie in den Emerging Markets nur annährend so gute Wachstumszahlen aufweisen, wie es in den Jahren 2010 und 2011 war, dann dürfte diese gute Entwicklung auch für eine erhöhte Palladium-Nachfrage sorgen und damit auch den Preis in die Höhe treiben können.

Ein ebenso preistreibender Aspekt könnte die Tatsache sein, dass aktuell rund 40 Prozent der Palladium-Fördermenge aus Russland stammen, das Putin-Land aber in den kommenden Jahren deutlich weniger exportieren möchte, weil man seine eigenen Bestände sichern will. Sollte sich im gleichen Atemzug die weltweite Palladium Nachfrage nicht ändern oder gar weiter zunehmen, wäre ein Szenario für ansteigende Preise sicherlich nicht unwahrscheinlich. Und das vor dem Hintergrund, dass die europäische Umsetzung der Euro 5-Abgasnorm eine größere Menge Palladium in Benzin-Motoren erfordert.

Spekulative Anleger könnten nun mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DB7TWT; Hebel 2,20; Knock-Out-Schwelle bei 396,60 US-Dollar) auf weitere potenziell steigende Kurse setzen. Wer aber eher meint, Palladium werde eher an Kurssubstanz verlieren, der könnte dieses Szenario mit einem hebelstarken Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DE8TLP; Hebel 6,53; Knock-Out-Schwelle bei 777,00 US-Dollar) umsetzen. Bei beiden Derivaten sollte das Währungsrisiko nicht außer Acht gelassen werden.

Stand: 24.02.2012/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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