Vale: Rendite machen mit dem „übelsten Unternehmen der Welt 2012“

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Der Weltmarktführer in der Eisenerzproduktion Vale S.A. aus Brasilien hatte wie viele andere konjunkturabhängige Unternehmen mit den Konjunkturschwächen, resultierend aus der Euro-Krise, zu kämpfen. Allerdings sollte Vale, nachdem die schlimmsten Befürchtungen nicht ganz eingetroffen sind, von einer sich bessernden Nachfrage auf dem Eisenerzmarkt profitieren können. Ein interessanter Hot Stock also.

Man hatte es schon an den schwachen Zahlen des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal für das vierte Quartal 2011 gesehen, dass die weltweite, aber vor allem die europäische Stahlnachfrage aufgrund der Unsicherheiten rund um die Euro-Krise zurückgegangen ist. Auch Vale aus Brasilien als der weltweit größte Eisenerzproduzent, welches für die Stahlproduktion dringend benötigt wird, musste im Schlussquartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnen.

Nachdem aber jetzt schon erste Anzeichen einer Konjunkturerholung zu sehen sind, sollte auch die weltweite Stahlproduktion wieder anziehen. Laut der World Steel Association soll im Jahr 2012 die weltweite Nachfrage nach Stahl um 5,4 Prozent wachsen, was auch förderlich für die Eisenerznachfrage sein sollte.

Was Vale ebenfalls attraktiv machen könnte ist die Tatsache, dass das Unternehmen nicht nur vom Eisenerz-Geschäft lebt, sondern sehr breit aufgestellt ist und sich deshalb in einer guten Position befindet insgesamt vom starken Wachstum in Brasilien zu profitieren. Immerhin hat das Land den Zuschlag für die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 bekommen.

Was allerdings ethisches Verhalten von Unternehmensseite angeht, so bekommt Vale zumindest von einigen regierungsunabhängigen Organisationen keine guten Noten ausgestellt. Vale ist in Davos bei den sogenannten „Public Eye Awards“ zum übelsten Unternehmen der Welt 2012 gewählt worden. Bei dieser Internet-Wahl ließ der Minenbetreiber ganz knapp den japanischen Tepco-Konzern hinter sich, der für die Reaktorkatastrophe von Fukushima verantwortlich ist. Den schlechten Ruf hat Vale deshalb, weil dem Unternehmen die Vertreibung von Indianerstämmen und großflächiger Regenwaldzerstörung vorgeworfen wird.

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Quelle: comdirect

Wen dies gar nicht interessiert – ein paar andere Fakten: Ein 2012er-KGV von unter 5, da kann man als kleiner Gordon Gecko schon einmal die Ethik vergessen. Und Leonardo Correa, Analyst von Barclays Capital stufte die Aktie von Vale zuletzt im „Global Top Picks 2012“-Report mit „overweight“ ein. Das 12-Monats-Kursziel sieht er bei 34 US-Dollar. Da wäre noch ein bisschen „Luft“ nach oben…


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