Im Fokus DAX®: Bester Jahresauftakt seit Langem – wie geht es weiter?

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Der DAX® kann sich aktuell immer noch auf einem relativ hohen Niveau halten. Doch bekanntermaßen wird die Luft, je höher der Anstieg ist, immer dünner. Es bleibt abzuwarten ob und wann die Bären vielleicht wieder die (völlige) Kontrolle übernehmen könnten – und dies nicht nur vereinzelt auf Tagessicht.

Denn je nach der persönlichen Einstellung könnte man in der aktuellen Situation beim deutschen Leitindex DAX® das Glas als halbvoll oder als halbleer bezeichnen. Wenn man eher eine positiv gestimmte Weltanschauung hat, könnte man es als Erfolg werten, dass der DAX® trotz der Unsicherheiten rund um Griechenland seinen Aufwärtstrend, wenn auch verlangsamt und mit Abschlägen auf Tagessicht, fortsetzen konnte. Sollte man auf der anderen Seite eher die negativen Aspekte im Blick haben, würde man die jüngsten vereinzelten Abschläge als erste Anzeichen einer größeren und von Vielen herbeigeredeten Kurskorrektur sehen.

Quo vadis DAX®? Etwas merkwürdig mutet die aktuelle Situation an den Börsen schon an. Da hat der DAX® gerade den besten Start ins Jahr in seiner Geschichte hingelegt und trotzdem darf man sich aufgrund der im Hintergrund weiterhin lauernden Gefahren nicht so recht darüber freuen. Bezeichnend dafür bleibt die immer noch ungelöste Griechenland-Frage. Nachdem das griechische Parlament die unliebsamen Sparmaßnahmen gebilligt hat, muss man trotzdem feststellen, dass das Land damit vielleicht kaum als gerettet bezeichnet werden dürfte. Schon in der Vergangenheit haben es die Griechen nicht geschafft, die gesetzten Sparziele zu erreichen. Ebenso müsste man sich fragen, wie in Zukunft ein weiteres Haushaltsloch mit einer schrumpfenden Wirtschaft verhindert werden soll. Außerdem mussten wir im vergangen Jahr schmerzlich erleben, wie die Börsenregel außer Kraft gesetzt wurde, dass ein guter Januar auch wirklich ein gutes Gesamtjahr an den Börsen bedeutet. Aber:

Allen anderen aktuellen Problemen zum Trotz entwickeln sich die deutschen Konjunktur-Indikatoren derzeit weiterhin positiv, wie die letzten Zahlen von ZEW, ifo oder GfK gezeigt haben. Diese Daten implizieren, dass es sich beim BIP-Rückgang des letzten Quartals im vergangenen Jahr nur um eine leichte Delle gehandelt zu haben scheint und eben wohl nicht um einen allgemeinen Negativtrend. Ebenso scheint sich der Motor der Weltwirtschaft China nicht wie zu Jahresbeginn befürchtet, stark abzukühlen. Auch aus den USA erreichen uns immer wieder gute Nachrichten von der Konjunkturfront und vom Arbeitsmarkt.

Aber allein die Tatsache, dass die Fed es für angebracht gehalten hat, ihre historisch niedrige Zinspolitik bis Ende 2014 zu verlängern dürfte einem überdeutlich zeigen, dass der aktuelle Aufschwung immer noch sehr brüchig sein könnte. Das heißt, die Situation in der US-Wirtschaft könnte sich nach jüngsten Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke genauso schnell wieder verschlechtern. Auch bei der Euro-Krise müsste man weiterhin eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sehen. Erst wenn sich in dieser Frage deutliche Anzeichen für eine Erholung zeigen, könnte man daran denken, die Rezessionsgeister für die Weltwirtschaft als wirklich vertrieben zu betrachten.

Trotz der Risiken, die immer noch lauern, könnte die Politik des billigen Geldes vieler Notenbanken aber dafür sorgen, dass die Aktienkurse noch ein wenig Auftrieb erhalten. Ebenso werden einige Anleger immer noch versucht sein, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Verständlich. Denn in wie weit wir uns derzeit schon in einer möglichen Bullenfalle befinden – wer weiß es schon wirklich.

Spekulative Anleger, die davon ausgehen, dass der DAX® trotz der ganzen aktuellen Nachrichtensituation weiterhin konsequent gen Norden strebt, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE76B1) auf eine solche Aufwärtsbewegung setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,19, die Knock-Out-Schwelle bei 3720 Indexpunkten.
Auf der anderen Seite: Wer als spekulativer DAX®-Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, könnte dieses Szenario mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DB04C5, aktueller Hebel 2,65; Knock-Out-Schwelle bei 9100 Indexpunkten) traden.

Stand: 17.02.2012/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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1 KOMMENTAR

  1. Sehr interessanter Artikel. Ich bin da sehr zuversichtlich -Griechenland ist sicher ein Problem, aber alles andere als nicht lösbar! Der bisherige Verlauf lässt für mich nicht auf eine grosse Änderung schliessen -aber da streiten sich die Geister.

    Grüsse Thomas

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