Ein paar Gedanken zum ATX: Wie riskant ist heuer ein Engagement?

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Dow, DAX, und auch selbst der österreichische ATX sind im Januar kräftig gen Norde geklettert. Doch wie nachhaltig sind die Gewinne – speziell im ATX, in welchem sich viele Finanz- und Immobilienwerte tummeln, die mit der Griechenland-Problematik (eng) verbunden sein könnten.

Schauen wir uns einmal den ATX an. Der Index hat im Januar das Katastrophenjahr 2011 abgeschüttelt. Über 10% ging es im ersten Börsenmonat hoch. Wow. Und wenn man dann noch bedenkt, dass die Fundamentaldaten ebenso gut sind…

2012er-KGV von rund 10 im ATX, eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3,5% und einem Kursniveau im Bereich des Buchwertes – da könnte man schon als Anleger feuchte Augen des Glücks bekommen. Jetzt kommt aber mein „aber“:

Der ATX ist extrem mit finanzlastigen Werten bestückt. Und das vor dem Hintergrund, dass wir selbst bei einem Schuldenschnitt im Helenenstaat weiterhin noch eine ungelöste Finanzkrise haben, und wir nicht wissen, wohin die Euros noch innerhalb des alten Kontinents verschoben werden müssen. Und noch eines sollte man bei einem ATX-Engagement im Hinterkopf haben:

Die Wiener sind sehr gerne in Osteuropa engagiert. Was wiederum bedeutet, dass diese Engagements dazu beitragen könnten, dass die Austria-Wertpapiere in Zukunft heftigeren Schwankungen ausgesetzt sind. Auf der anderen Seite könnte man auch sagen: Forget it! Die Dividenden sind der Hit, die nehmen wir mit! Nur ein Beispiel:

Telekom Austria sein. Die Dividendenrendite wird für das abgelaufene Jahr bei gut 8% liegen.

Bildschirmfoto 2012-02-09 um 11.33.13.png

Quelle: comdirect

Mein Fazit: Der ATX und seine Werte sind sicherlich ein Engagement in 2012 wert. Man sollte aber das Risiko der Volatilität im Hinterkopf haben. Der ATX-Chart spricht da Bände.

Bildschirmfoto 2012-02-09 um 11.35.15.png

Quelle: comdirect


2 KOMMENTARE

  1. Ich geben Ihnen da Recht Herr Hanke. Auf der anderen Seite sind im SMI lauter Blue-Chips vertreten, die ich persönlich nur bedingt mit so mancher Austria-Aktie vergleichen möchte.. 🙂 In der Schweiz ist die Substanz sicherlich mehr vorhanden…

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