Sanochemia: Biotech made in Austria

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Eine Biotech-Aktie aus dem Alpenland? Jepp, das gibt es – und zwar noch dazu eine schöne Turnaround-Story.

Mal kurz zum Unternehmen. Sanochemia Pharmazeutika ist auf die Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, wie z.B. die Alzheimer’sche Krankheit, spezialisiert. Kurios: Die Sanochemia-Gruppe hat ihren Ursprung in einer 1441 in Wien gegründeten Apotheke. Im Jahr 1869 begann der damalige Eigentümer der Apotheke, Anton von Waldheim, mit der industriellen Herstellung von Pharmazeutika. Im Jahr 1937 wurde die Arzneimittelherstellung aus der Apotheke ausgelagert und die Anton von Waldheim Erzeugung und Vertrieb chemisch-pharmazeutischer Produkte OHG gegründet.

Bereits 1952 gelang es dem Unternehmen natürliches Galanthamin zu isolieren. Der Gesellschaft ist es nach jahrelanger Forschung gelungen, das Basismolekül Galanthamin synthetisch zu produzieren. Dieser Wirkstoff wird bei der Behandlung der Alzheimer’schen Demenz erfolgreich eingesetzt. Im Weiteren hat das Unternehmen im September 2001 ein neues Anwendungsgebiet für Galanthamin gefunden. In Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Universitätsklinik in Wien entdeckte Sanochemia, dass der Wirkstoff zur Verhinderung von postoperativen Delirien eingesetzt werden kann. Und heute?

Im Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende September) steigerte man den Umsatz um rund 26 Prozent auf 34,1 Mio. Euro. Das Unternehmen erzielte dabei einen Betriebsgewinn (EBIT) von 1,8 Mio. Euro und einen Gewinn je Aktie von 0,07 Euro. Analysten bescheinigen dem Papier des Unternehmens richtig viel Power. Kursziele von 3,90 Euro sind nicht die Seltenheit.

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Mit einem 2012er-KGV von knapp 10 lässt sich da was machen. Ich sehe die jüngsten Zahlen als solide an. Besser noch: Sanochemia könnte ne schöne Turnaround-‐Spekulation sein…


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