Wirecard: E-Commerce und Plastikgeld weiterhin in Mode

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Der wachende europäische Online-Handel und der zunehmende Trend seine Käufe mit Bezahlkarten abzuwickeln sorgen bei Wirecard weiterhin für gute Geschäfte. Ein Einstieg in die Aktie des Unternehmens könnte allerdings aktuell trotzdem zu teuer sein.

Die Wirecard AG aus Aschheim bei München bietet seinen Kunden Produkte und Dienstleistungen rund um den elektronischen Zahlungsverkehr. Das TecDAX-Unternehmen gab am Montagabend vorläufige Ergebnisse für das vierte Quartal 2011 und für das Gesamtjahr bekannt. Im Vergleich zum letzten Quartal 2010 konnte der Umsatz für Q4 2011 um 20 Prozent auf 92,3 Mio. Euro gesteigert werden. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde für den gleichen Zeitraum sogar um 26,2 Prozent auf 26,0 Mio. Euro erhöht. Auf Gesamtjahressicht stieg der Umsatz fast genau entsprechend dem Quartalsanstieg um 19,6 Prozent auf 324,7 Mio. Euro. Der Anstieg des EBITDA fiel dabei mit 15,4 Prozent auf 84,6 Mio. Euro etwas schwächer aus, liegt aber immer noch innerhalb der Grenzen der eigenen Prognose von 83 bis 89 Mio. Euro.

Auch für die Zukunft erwartet man bei Wirecard eine positive Geschäftsentwicklung. Beim europäischen E-Commerce-Markt wird für 2012 ein Wachstum von 11 Prozent erwartet. Davon möchten natürlich auch die Bayern profitieren. Ebenso soll die Expansion in Asien und das Issuing-Geschäft zum Unternehmenswachstum beitragen. Der Vorstand des Konkurrenten von Paypal und Western Union geht dabei für das laufende Geschäftsjahr von einem EBITDA zwischen 103 und 115 Mio. Euro. Positiv dürfte sich dabei auch für das Unternehmen die wachsende Zahl der mit Plastikgeld abgewickelten Käufe insgesamt auswirken.

Wirecard.png

Chart-Quelle: comdirect

Fazit: Ob sich allerdings trotz dieser guten Zahlen und positiven Zukunftsaussichten eine günstige Einstiegsgelegenheit bei der Wirecard-Aktie bietet, bleibt abzuwarten. Mit einem 2012er-KGV von 20 kann man das Papier nämlich nicht gerade als günstig bezeichnen. Immerhin konnten sich die Aktionäre nach dem sommerlichen Kurseinbruch aufgrund der Unsicherheiten um die Euro-Krise über einen Anstieg von 40 Prozent von 10 auf 14 Euro freuen.


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