US-Hightech-Konzerne: Die Höhen und Tiefen der Anleger

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Nicht nur in Deutschland geht die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Dass es auch bei den großen Technologieunternehmen eine Art Zweiklassengesellschaft gibt zeigen eindeutig die gestern Abend nachbörslich bekannt gegeben Quartalszahlen von Apple und Yahoo. Dieser Beitrag könnte auch die Überschrift haben: „Apple: Rekordzahlen schocken die Welt! Yahoo wirkt dagegen mickrig“.

Selbst der Tod des Apple-Gründers und Genies Steve Jobs konnte dem Geschäft des Unternehmens nichts anhaben. Apple umgibt mittlerweile ein gewisser Kultstatus, der vor allem auch von Jobs begründet und gepflegt wurde. Das Unternehmen war in den letzten Jahren für einige Innovationen und Überraschungen im IT-Bereich verantwortlich. Aber auch bei den reinen Geschäftszahlen vermag es Apple, fast alles bisher Dagewesene zu übertreffen:

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres konnte man den Umsatz auf sagenhafte 46,33 Mrd. US Dollar im Vergleich zu 26 Mrd. US Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum steigern. Der Nettogewinn kletterte von 6 Mrd. US Dollar auf einen Rekordwert von 13,06 Mrd. US Dollar!

Diejenigen die dachten die Apple-Erfolgsstory wäre mit dem Tod von Steve Jobs zu Ende gegangen, die wurden gestern Abend eines besseren belehrt. Besonders die sehr guten Verkaufszahlen des iPhone und das starke Weihnachtsgeschäft sorgten für diese Umsatzexplosion. Für das nächste Quartal erwartet das Unternehmen allerdings wieder etwas geringere Zahlen – also nachdem was Apple unter geringer versteht. Schließlich wird das iPhone 4S nicht noch einmal eingeführt und Weihnachten steht auch nicht gleich wieder vor der Tür…

Fast schon vergessen ist die Zeit als man ähnlich staunend auf die Geschäftszahlen des Internet-Pioniers Yahoo! schauen konnte. Man schaue sich nur diesen Chart an:

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Das Unternehmen befindet sich seit einigen Jahren auf dem absteigenden Ast. Da boten die gestrigen Zahlen keine Ausnahmen. Der Quartalsumsatz ging im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 1,32 Mrd. US Dollar zurück. Der Gewinn sank um 5,3 Prozent auf 312 Mio. US Dollar. Das Unternehmen ist weiterhin bestrebt seine Umstrukturierungsmaßnahmen voranzutreiben, da die Konkurrenz in den Kernbereichen mit Google und Facebook fast schon übermächtig erscheint. Im Raum steht dabei immer noch der Verkauf von Unternehmensanteilen in Asien und eine eventuelle Übernahme.

Kurz um: Man darf gespannt sein, wie es mit den Hightechs in den kommenden Quartalen weitergeht. Böse Zungen behaupten ja, dass es einmal Apple so ergehen wird, wie allen anderen Hightech-Flyern. Irgendwie darf man da aber ein wenig dran zweifeln….


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