Im Fokus DAX®: Geht der Marsch gen Norden weiter?

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Noch im Überschwang des Jahreswechsels startete der DAX® in den ersten beiden Handelstagen des Jahres furios – aber die Probleme des vergangenen Jahres holten uns zunächst schnell wieder ein und sorgten für Ernüchterung. Doch dann kam es irgendwie immer mehr zu der Erkenntnis am Markt, dass man vielleicht doch in diese Richtung gehen könnte. Die Folge:

Die negative Entwicklung aus dem Dezember des vergangenen Jahres konnte nicht nur gestoppt werden, der deutsche Leitindex sprang vielmehr sogar über die wichtige Marke von 6.000 Punkte, etablierte sich dort und kletterte Stück für Stück von einer runden 100er-Marke zur anderen. Ein bislang gelungener Jahresauftakt im DAX®.

Zumal es selbst im europäischen Dauerdrama, der Euro-Krise, erste Anzeichen der Entspannung zu geben scheint. Italien und Spanien konnten zuletzt sehr erfolgreich Staatsanleihen platzieren. Sogar in Griechenland hegte man leise Hoffnungen, eine Lösung mit den privaten Gläubigern für einen Schuldenschnitt zu finden, allerdings wurden diese Hoffnungen durch die Weigerung einiger Gläubiger, darunter vor allem Hedgefonds, den Schuldenschnitt mitzutragen, schnell zu Nichte gemacht. Und die Rating-Agenturen? Sie spielen weiterhin ein bisschen das Zünglein an der Waage. Man sah es bei der Standard & Poor’s–Herabstufung von neun Eurostaaten, darunter auch die Bestnoten Frankreichs und Österreichs. Doch alles in allem, haben die Märkte darauf bislang gelassen reagiert. Das könnte noch mehr Hoffnung am Markt hegen, dass es vielleicht etwas ruhiger zugehen dürfte.

Nun stellt sich eine weitere Frage: Nämlich die, ob die Beschlüsse der EU vom Dezember letzten Jahres zur Eurorettung, neue Regeln zur wirtschaftlichen und fiskalpolitischen Integration zu schaffen, ausreichend von den Märkten gewürdigt werden, oder ob Forderungen nach einem weiteren Einschreiten der EZB zum unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen wieder laut werden könnten. Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung des DAX® in diesem Jahr dürfte zudem die Frage sein, ob sich die europäischen Rezessionsängste bewahrheiten oder nicht. Ebenso scheint außerdem die Gefahr einer Kreditklemme immer noch nicht vom Tisch zu sein. Die Banken müssen in diesem Jahr strengere Kernkapitalquoten erfüllen, was der Vergabefreudigkeit bei Krediten an Unternehmen schaden dürfte. Diese könnten somit gezwungen sein Investitionen zurück zu stellen, was wiederum zu einer weiteren Verschlechterung der konjunkturellen Lage führen könnte. Alles in allem ein weiterhin schwieriges und scheinbar undurchsichtiges Thema. Doch der DAX® bleibt in diesen Tagen dennoch charttechnisch scheinbar auf Kurs:

Mit dem bisherigen jüngsten Verlauf kann man nämlich zufrieden sein. Seit dem Tief vom Freitag bei 6.064 Punkten stieg der DAX® nahezu in einem Schwung um rund 280 Punkte an und scheint dennoch nicht müde zu werden. Selbst temporäre Rücksetzer schadeten bisher nicht. Daher könnte der deutsche Leitindex durchaus weiter gen Norden marschieren, in Richtung der 200-Tage-Linie. Diese wiederum dürfte dann aber eine erst einmal harte Widerstandszone bilden. Würde der Index diese jedoch knacken, wären die nächsten Kursziele im Bereich 6480 und darüber bis 6655 zu finden. Spekulative Anleger könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE76B1) auf eine solche Aufwärtsbewegung setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,34, die Knock-Out-Schwelle bei 3710 Indexpunkten.

Auf der anderen Seite, wer als spekulativer DAX®-Anleger auf der Short-Seite aktiv werden will, müsste das folgende Szenario hierzu überdenken: Der DAX® könnte nun schon etwas überkauft sein und dementsprechend bei einem Rutsch unter 6200/6240 wieder bis in die Region 6100 sinken. Darunter wäre wiederum dann die runde 6000er-Marke eine weitere Unterstützungszone, die nicht unterschritten werden sollte, um weitere Abschläge zu vermeiden. Spekulative Anleger könnten dieses Szenario mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DE23AN, aktueller Hebel 4,25, Knock-Out-Schwelle bei 7770 Indexpunkten) traden.

Stand: 20.01.2012/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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