Commerzbank: Endlich einmal wieder gute Nachrichten für die Aktionäre?

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Diese Woche fällt wohl die Entscheidung, ob die Commerzbank-Aktie seine leichte Aufwärtsbewegung aus der Vorwoche wird fortsetzen können, oder ob das Geldhaus wie im vergangenen Jahr eher negative Schlagzeilen an Börse schreiben wird.

Am kommenden Freitag will nämlich die Commerzbank ihren Plan vorlegen, wie sie das benötigte Kapital auftreiben will, um die verschärften Eigenkapitalanforderungen für die Banken zu erfüllen. Für die zweitgrößte deutsche Bank wurde zuvor eine Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro ermittelt. Nun werden aber vermehrt Stimmen laut, die davon ausgehen, dass die Commerzbank das benötigte Kapital wird pünktlich auftreiben können.

Das positive Echo über die Bemühungen der Bank, das zusätzlich benötigte Kapital auch ohne weitere Staatshilfen oder eine Kapitalerhöhung beschaffen zu können, hat der Aktie der Commerzbank in der vergangenen Woche großen Auftrieb verliehen.


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Die Aktie verteuerte sich innerhalb einer Woche um 14 Cent, auf 1,44 Euro. Im vergangenen Jahr noch sorgten die anhaltend negativen Schlagzeilen im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise dafür, dass der Kurs der Commerzbank-Aktie von 4,50 Euro auf 1,20 Euro abrutschte. Die Möglichkeit, auf eine Kapitalerhöhung zu verzichten, freute die Märkte im Besonderen deshalb, weil wir anhand der Ankündigung einer Kapitalerhöhung durch die UniCredit zu Jahresbeginn gesehen haben, wie schlecht die Märkte auf die Ankündigung einer für die Aktionäre unvorteilhaften Kapitalerhöhung reagieren können.

Mein Fazit: Trotz dieser guten Nachrichten, gibt es aber keinen Anlass jetzt zu euphorisch über die Entwicklung der Commerzbank zu sein. Selbst, wenn die Commerzbank am Freitag einen lupenreinen Plan vorlegen kann, wie das zusätzlich benötigte Kapital beschafft werden soll, sind somit nicht gleich alle Probleme des Geldhauses wie weggeblasen.

Ein größerer Schuldenschnitt im Falle Griechenlands oder sogar ein Totalausfall, bei einer möglichen Staatspleite liegen immer noch im Bereich des Möglichen. Außerdem kann man noch nicht genau absehen wie sich die Euro-Krise in diesem Jahr weiterhin entwickeln wird. Das Problem für die Commerzbank besteht darin, dass sie immer noch beträchtliche Mengen an Staatspapieren anderer Euro-Krisenländer in ihren Büchern zu verbuchen hat.  


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