Ölpreis: Gegenläufige Kräfte können Negativtrend stoppen

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Die Schuldenkrise und die Angst vor einer weltweiten Rezession teilen sich zum Jahresende immer mehr den Einfluss auf die Ölpreise mit Faktoren, die eine mittelfristig steigende Kursentwicklung begünstigen. Der wirtschaftliche Aufschwung in den Vereinigten Staaten – weltweit größter Ölkonsument – bietet Grund für Prognosen, die einen Anstieg des Ölpreises im Jahr 2012 erwarten. Sinkende Arbeitslosenzahlen, im November fiel die Arbeitslosenrate mit 8,4% auf den niedrigsten Stand seit März 2009, sind ein positives Zeichen für eine steigende U.S. Ölnachfrage im neuen Jahr. Gleichzeitig verbesserte sich das U.S. Verbrauchervertrauen und stützt damit die wirtschaftliche Genesung in den Vereinigten Staaten.

Neben der sich erholenden US Wirtschaft gewinnt auch das steigende Bedenken hinsichtlich des Konflikts der westlichen Industrienationen mit dem OPEC Mitglied Iran zunehmend an Einfluß. Diese beiden Problemstellungen entwickeln sich nach der Verschärfung des Disputes mit zusätzlichen, im Raum stehenden Sanktionen zu entscheidenden Faktoren für die Ölpreistendenz in den nächsten Wochen und Monaten.

War im Jahr 2011 schon die politische Aufruhr in Nordafrika und im mittleren Osten für das Jahreshoch von der Ölsorte WTI im Mai bei fast 115,00 US-Dollar verantwortlich, so sind die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen westlichen Industriestaaten und dem Iran ein Faktor, der die Ölpreise im neuen Jahr wiederholt einem deutlichen Anstieg aussetzen könnte.

Trotz dieser Angst sind die Ölpreise mit moderaten Verlusten aus dem Jahr 2011 gegangen, nachdem sich in den Tagen vor Weihnachten aufgrund des Konflikts mit dem Iran schon größere Aufschläge eingestellt hatten. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent fiel auf unter 107,00 US-Dollar. Die Sorte WTI (West Texas Intermediate) verbilligte sich auf unter 99,00 US-Dollar. Zu Beginn des neuen Jahres sorgte die Entwicklung der Situation im Iran jedoch für kräftige Kursgewinne.
Faktoren, die sich gegenwärtig negativ auf die Ölpreise auswirken, sind vor allem die noch anhaltenden Folgen der Europäischen Schuldenkrise und der damit einhergehende Vertrauensverlust in die Märkte. Die Sorge um eine Eskalation der Schuldenkrise in Europa kann sich dank der neuen, expansiven Geldpolitik jedoch immer schwächer auf den Ölpreis auswirken und daher seinen negativen Einfluss auf das Preisniveau immer mehr einbüßen, also folglich ein günstigeres Weltwirtschaftsklima ermöglichen.

[ad#Google Adsense XL-rechts]Auch der bis jetzt ausbleibende Winter in Schlüsselregionen für den Heizölabsatz, wirkt sich gegenwärtig, allerdings temporär, negativ auf den Ölpreis aus.
Für Anleger, die davon ausgehen dass der Kurs von WTI steigt, bietet beispielsweise der Call-Optionsschein auf die WTI Ölsorte (WKN: SG11Q8) interessante Gewinnmöglichkeiten. Mit diesem Optionsschein können Anleger überproportional an der positiven Kursentwicklung des Basiswertes partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch gehebelt an einer negativen Kursentwicklung des Basiswertes teil und trägt zudem das Risiko eines wertlosen Verfalls des Call-Optionsscheins.
Am Fälligkeitstag (24.05.2012) erhält der Anleger als Auszahlungsbetrag den Settlement-Preis des Juni-2012-WTI Future-Kontrakts vom 17.05.2012, bereinigt um den Wechselkurs. Liegt der Referenzpreis auf oder unter dem Basispreis von 105,00 US-Dollar, erfolgt keine Zahlung und der Call-Optionsschein verfällt wertlos. Liegt jedoch der Referenzpreis am Finalen Bewertungstag über dem Basispreis, entsteht dem Anleger dann ein Verlust, wenn der Auszahlungsbetrag geringer ist als der gezahlte Kaufpreis für den Optionsschein. Während der Laufzeit erhält der Anleger keine laufenden Erträge. Weiterhin ist das Währungsrisiko nicht ausgeschlossen: Eine Schwäche des US-Dollar würde sich somit positiv, ein Stärke dagegen negativ auf die Performanceauswirken.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


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