Im Fokus: Gold und Öl – die Sieger unter den Rohstoffen 2011

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Die Konjunktursorgen haben auch die Rohstoffmärkte erreicht. Der schwache Euro und die EU-Schuldenkrise belasteten die Märkte. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte ging es für beinahe alle Rohstoffwerte abwärts. Nur wenige konnten sich dem Negativ-Trend in diesem Jahr entziehen – zum Beispiel Gold. Der Jahresrückblick fällt im Vergleich zu den meisten anderen Anlageklassen positiv aus, Gold legte im Wert zu. Gegenüber dem US-Dollar stieg die Notierung einer Feinunze Gold in 2011 um ca. 14 Prozent und in Euro verteuerte sich das Edelmetall um 16 Prozent. Nach dem Performance Vergleich bleibt festzuhalten, dass Gold seiner Funktion als sicherer Hafen im Jahr 2011 mehr als gerecht geworden ist. Es hat trotz scharfer Korrektur von seinen Jahreshöchstkursen, die bei knapp 2000 US-Dollar pro Unze lagen, die wichtigsten Anlageklassen wesentlich outperformt. Aber auch innerhalb der Anlageklasse der Rohstoffe ist Gold bei den Favoriten mit vorne dabei.

Beim dem „roten Gold“ sah das Jahr etwas anders aus. Kupfer fiel seit Jahresbeginn um rund ein Fünftel, Nickel verbilligte sich sogar um 25 Prozent. Nach den heftigen Preiseinbrüchen sehen jedoch viele Experten bei Industriemetallen wieder Luft nach oben. Einige gehen sogar von einem Comeback der Industriemetalle aus, insbesondere beim Kupfer. Es dürfte, laut Expertenmeinung, im kommenden Jahr deutlich nach oben gehen, man erwartet einen überdurchschnittlichen Kupferpreis im Jahre 2012. Schwieriger sieht es an den Agrarrohstoffmärkten aus. Der Weizenpreis verdreifachte sich von 2006 bis 2008, fiel dann aber wieder und sackte letztlich sogar um über 30 Prozent ab. Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen ist dennoch weiterhin ungebrochen.

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Während zu Jahresbeginn 2011 geopolitische Faktoren den Ölpreis nach oben bewegten, versetzten ihm später die Konjunktursorgen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise wieder einen Dämpfer. Die OPEC ergriff die Initiative und nahm zum wiederholten Male ihre Prognose zurück. Erstmals seit zwei Jahren legte sie wieder eine Obergrenze für die Ölförderung fest, um damit dem Preisverfall entgegen zu wirken. Ob der Ölpreis im kommenden Jahr weiter steigen wird, ist umstritten. Rohstoffanalysten sehen wenig Potenzial angesichts der schwachen Konjunkturaussichten. Denn das Wachstum der Weltwirtschaft könnte etwas abflachen und die Nachfrage nach Öl folglich bremsen. Zudem ist das Angebot gestiegen. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen lief Öl 2011 jedoch wie geschmiert. Der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte seit Jahresbeginn um rund 14 Prozent nach oben. Die WTI-Sorte legte knapp fünf Prozent zu. Als Anleger sollte man sich überlegen, ob man in Produkte der Nordseesorte Brent (geringeres Angebot) oder die US-Sorte WTI investiert.

Ob die Rohstoffpreise weiter ansteigen können, wird jedoch zum Jahresbeginn 2012 davon abhängen, ob die europäischen Politiker eine marktfreundliche Lösung für die Staatsschuldenkrise finden. Für den Fall, dass die schwierigen Unterfangen nicht zu bewerkstelligen sind, könnte das weltweit Spuren bei Wirtschaftswachstum und Nachfrage hinterlassen.

Wer von einem positiveren Kursverlauf des Goldpreises ausgeht, für den könnte der Call-Optionsschein (WKN: SG1YZW) interessant sein. Mit diesem Call-Optionsschein können Anleger überproportional an der positiven Kursentwicklung des Basiswertes partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch gehebelt an einer negativen Kursentwicklung des Basiswertes teil und trägt zudem das Risiko eines wertlosen Verfalls des Call-Optionsscheins. Am Fälligkeitstag (20.12.2013) erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der vom Vormittagsfixing (10:30 Uhr Ortszeit London) des Goldpreises am 13.12.2013 abhängig ist. Liegt der Referenzpreis auf oder unter dem Basispreis von 2.300,00 USD, erfolgt keine Zahlung und der Call-Optionsschein verfällt wertlos. Liegt der Referenzpreis am Finalen Bewertungstag jedoch über dem Basispreis, erfolgt eine Tilgung in Höhe der Differenz aus Referenz- und Basispreis, bereinigt um das Bezugsverhältnis und den Wechselkurs. In diesem Fall entsteht dem Anleger nur dann ein Verlust, wenn der Auszahlungsbetrag geringer ist als der gezahlte Kaufpreis für den Optionsschein. Während der Laufzeit erhält der Anleger keine laufenden Erträge. Weiterhin ist das Währungsrisiko nicht ausgeschlossen: Eine Schwäche des US-Dollar würde sich somit negativ, ein Stärke dagegen positiv auf die Performance auswirken.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


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