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Bei Fresenius und FMC läuft es weiter rund

Der Gesundheitskonzern Fresenius bzw. seine Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) sind immer wieder für eine Überraschung gut. So auch am heutigen Dienstag. Auf den ersten Blick waren die Nachrichten über angepasste Prognosen aufgrund des starken US-Dollar doch eher ernüchternd. Doch bei genauerem Hinsehen, war alles doch nicht so negativ, eher im Gegenteil.

Zunächst ein Blick auf FMC und das Geschäftsjahr 2011. In der Pressemitteilung heißt es:

Der Umsatz soll nun um rund ein bis zwei Prozent unterhalb der bisher angepeilten 13 Milliarden US-Dollar liegen. Grund dafür ist im Wesentlichen eine deutliche Abschwächung des Euro und anderer Währungen gegenüber dem US-Dollar im vierten Quartal 2011. Das Unternehmen bestätigt aber seinen Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2011. Trotz zusätzlicher Einmalaufwendungen aus Akquisitionen, die sich im laufenden Jahr auswirken, wird das Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt) am unteren Ende der Spanne zwischen 1,070 und 1,090 Milliarden US-Dollar erwartet.

Somit sind durch die Euro-Krise zwar auch bei FMC einige Auswirkungen zu sehen, aber eben doch nur geringe. Der Blick richtet sich daher in die Zukunft und da konnte Konzernchef Dr. Ben Lipps Optimismus verbreiten: „Trotz großer Herausforderungen hat sich unser operatives Geschäft im Jahr 2011 ausgezeichnet entwickelt. Wir sind auf einem sehr guten Weg bei der noch laufenden Umstellung auf das neue Pauschalvergütungssystem in den USA, dem deutlichen Ausbau unseres Geschäfts in allen Regionen und der Integration einiger bedeutender Akquisitionen.“ Damit steht dem erfolgreichen Verlauf des neuen Geschäftsjahres nichts im Wege.

Die Entwicklung bei FMC schlägt sich aber auch bei der Konzernmutter Fresenius nieder. Nach der starken Entwicklung in den vergangenen Monaten richtet sich der Fokus dort vor allem auf die hervorragende Entwicklung beim Infusionsspezialisten Kabi und dem Klinikbetreiber Helios. In einer ebenfalls heute veröffentlichten Pressemitteilung heißt es:

Fresenius verbessert daher den Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2011 nochmals leicht. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um etwa 18 % steigen. Anfang November hatte das Unternehmen bereits seine ursprüngliche Prognose für das Ergebniswachstum von 15 bis 18 % auf die obere Hälfte dieses Bereichs verbessert.
Der währungsbereinigte Anstieg des Konzernumsatzes von rund 6 % soll nur knapp erreicht werden, da die Umsatzentwicklung bei Fresenius Medical Care und Fresenius Vamed derzeit leicht unter den Erwartungen liegt. Fresenius Kabi und Fresenius Helios haben ihre ausgezeichnete Umsatzentwicklung fortgesetzt und liegen voll im Rahmen ihrer jeweiligen Prognose.

Damit läuft es bei Fresenius alles in allem doch rund. Der leicht angehobene Ergebnisausblick spricht Bände. Von daher sind die Kursgewinne der Fresenius-Aktie verständlich. Mit rund 70 Euro notiert die Aktie aber noch immer deutlich unter dem Sommerhoch von 76,65 Euro. Ähnlich verhält es sich bei der FMC-Aktie. Mit Kursen von rund 51 Euro ergibt sich bis zum Sommerhoch bei 55,77 Euro ebenfalls noch deutlich Luft. Beide Aktien sind zwar seit dem Kurssturz im August schon gut gelaufen, dennoch bieten sie stabile Cashflows und sind krisensicherer, als so manch anderes Unternehmen. Gerade mit Blick auf die Unsicherheit 2012 dürfte der Gesundheitssektor einen zweiten Blick Wert sein!


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