Fiat auf dem Weg nach Westen – die Zeit für seltsame Allianzen

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An die Zeiten ungewöhnlicher Allianzen hat man sich ja gewöhnt. Gestern hat nun Fiat, der Kleinwagen-Spezialist aus Italien, eine Beteiligung am drittgrößten US-Automobilhersteller Chrysler erworben. Chrysler, mmmh, Chrysler? Da war doch was….richtig, das ist jener Schuppen, an dem Daimler noch immer knapp 20 Prozent hält und der die Marke mit dem Stern fast das Leben gekostet hätte. Und jetzt sind also die Italiener dran…

Mit etwas Abstand betrachtet birgt das Geschäft für Fiat so gut wie keine Risiken und dafür jede Menge Chancen, denn ganz wichtig: Bargeld fließt keines. Lediglich Know-how und was noch wichtiger ist: der Zugang zum lange Zeit vernachlässigten US-Markt wird eröffnet. Viele Amerikaner kennen derzeit italienische Autos nur im Zusammenhang mit der Formel 1 und Ferrari. Dabei sind die US-Großstädte ja geradezu für den neuen neuen Fiat 500 im Retro-Look prädestiniert.

Tja, wird aus Chrysler jetzt ein neuer Kleinwagen-Konzern? Ganz so schlimm dürfte es nicht werden, aber der Erfolg des Smart auf dem US-Markt hat gezeigt, dass man auch mit spritsparenden Kleinwagen in den USA Geld verdienen kann. Für Fiat kommt der Vorteil hinzu, dass Chrysler über ein flächendeckendes Vertriebsnetz in den USA verfügt und noch dazu mit Jeep die bekannteste Geländewagenmarke ihr Eigen nennt. In dem Bereich sieht es bei den Italienern nämlich nicht so gut aus. Ein klassische win-win-Situation?

An der Börse kam die Meldung über die Beteiligung Fiats an Chrysler und die noch zu gründende Allianz eher weniger gut an. Denn der Fiat-Kurs (Chart) gab gestern und heute deutlich nach.

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