« Wachsende Zinsdifferenzen bei europäischen Staatsanleihen sorgen für Besorgnis
Bankenrettungsfonds SoFFin in Führungsnot – Politik sorgt für Unruhe »
Fiat auf dem Weg nach Westen – die Zeit für seltsame Allianzen
21. Januar 2009 von Marc Schmidt | kein Kommentar
An die Zeiten ungewöhnlicher Allianzen hat man sich ja gewöhnt. Gestern hat nun Fiat, der Kleinwagen-Spezialist aus Italien, eine Beteiligung am drittgrößten US-Automobilhersteller Chrysler erworben. Chrysler, mmmh, Chrysler? Da war doch was….richtig, das ist jener Schuppen, an dem Daimler noch immer knapp 20 Prozent hält und der die Marke mit dem Stern fast das Leben gekostet hätte. Und jetzt sind also die Italiener dran…
Mit etwas Abstand betrachtet birgt das Geschäft für Fiat so gut wie keine Risiken und dafür jede Menge Chancen, denn ganz wichtig: Bargeld fließt keines. Lediglich Know-how und was noch wichtiger ist: der Zugang zum lange Zeit vernachlässigten US-Markt wird eröffnet. Viele Amerikaner kennen derzeit italienische Autos nur im Zusammenhang mit der Formel 1 und Ferrari. Dabei sind die US-Großstädte ja geradezu für den neuen neuen Fiat 500 im Retro-Look prädestiniert.
Tja, wird aus Chrysler jetzt ein neuer Kleinwagen-Konzern? Ganz so schlimm dürfte es nicht werden, aber der Erfolg des Smart auf dem US-Markt hat gezeigt, dass man auch mit spritsparenden Kleinwagen in den USA Geld verdienen kann. Für Fiat kommt der Vorteil hinzu, dass Chrysler über ein flächendeckendes Vertriebsnetz in den USA verfügt und noch dazu mit Jeep die bekannteste Geländewagenmarke ihr Eigen nennt. In dem Bereich sieht es bei den Italienern nämlich nicht so gut aus. Ein klassische win-win-Situation?
An der Börse kam die Meldung über die Beteiligung Fiats an Chrysler und die noch zu gründende Allianz eher weniger gut an. Denn der Fiat-Kurs (Chart) gab gestern und heute deutlich nach.
- Bankenrettungsfonds SoFFin in Führungsnot - Politik sorgt für Unruhe
- Wachsende Zinsdifferenzen bei europäischen Staatsanleihen sorgen für Besorgnis
- Gerade im Outlook gefunden: Sex gegen die Wirtschaftskrise..
- Obama tritt an und die Börsen brechen ein - mehr als schlechte Vorgaben für den DAX
- Im Fokus: BMW oder "Hilfe wir haben eine verfehlte Modellpolitik und brauchen jetzt Angies Hilfe…"
- Auf was kommt es an der Börse an? Howard Lederer erklärt
- Yes we can - he can - Barack Obama's Wahl heute zum 44. Präsidenten der USA
- Im Fokus: Royal Bank of Scotland meldet Rekordverlust - egal, Vater Staat greift ja wieder ein…
- Wie werden Trader gemacht?
- Die Briten und der Euro
- Börsenausblick auf KW04 - 2009: Die Zahlenwelle kommt...
- Im Fokus: HeidelbergCement - langfristig (wieder) ein Kauf?
- Mal was generelles zu Rettungs- und Konjunkturprogrammen
- Investieren in Bildung einmal anders: US-Elite-Unis platzieren Milliarden-Anleihen
- EZB senkt Leitzinsen um 50 Basispunkte und damit weniger als erwartet
- Apple-Chef Steve Jobs doch ernsthafter erkrankt - Talfahrt der Aktie geht weiter
- Warten auf die EZB - wie stark fällt die Leitzinssenkung aus?
- Bank-Aktien sind weiter nur mit Vorsicht zu genießen
- Dax heute wieder im freien Fall
- Mal was ganz anderes: Die SPD und der Schäfer-Gümbel-Song
- US-Aktienentwicklungen der letzten 4 Wochen
- Börsenschmunzeln: Die Sache mit dem Anlageberater...
- Auf den Punkt gebracht: Das neue Konjunkturpaket - warum erst im Sommer?
- Angie und Peer im Kaufrausch: „Ein bisschen Commerzbank - geschnitten oder am Stück?“
« Wachsende Zinsdifferenzen bei europäischen Staatsanleihen sorgen für Besorgnis
Bankenrettungsfonds SoFFin in Führungsnot – Politik sorgt für Unruhe »
Info zum Beitrag
geschrieben am Mittwoch, den 21. Januar 2009 um 16:04 Uhr
Kategorien: Marktgeschehen
Tags: Automobilkrise, Chrysler, Fiat







