Bei IPOs spielt die Musik auf absehbare Zeit wohl in Asien

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Die IPO-Geschehen war 2011 ja nicht sehr prickelnd, besonders nicht für Fans deutscher Neuemissionen. Zwar waren mit dem Fahrradhersteller Derby Cycle, dem Software-Hersteller RIB Software oder dem Verbindungstechnikspezialisten NORMA Group einige spannende IPOs dabei. Und mit Derby Cycle verschwindet einer dieser Börsenneulinge dank Übernahme bald schon vom Kurszettel. PwC und das Economist Intelligence Unit (EIU) haben nun die Studie „Capital Markets in 2025“ vorgelegt, wonach Deutschland wohl auch auf absehbare Zeit kein Paradies für Börsengang-Liebhaber bleiben dürfte. Die IPO-Musik wird in Asien spielen.

Vier von fünf der insgesamt befragten rund 400 Unternehmenslenkern nannten China als das Land, aus dem im Jahr 2025 die meisten Kandidaten für ein Initial Public Offering (IPO) stammen werden und in dem auch die größten IPO-Erlöse erzielt werden. Die Befragten durften bis zu drei Länder nennen. Daneben finden sich mit Indien, Brasilien und Russland auch die anderen BRIC-Staaten in der Top 5. Die USA werden mit 52 Prozent der Nennungen immerhin am dritthäufigsten genannt. An Deutschland denkt nur etwa jeder zehnte Befragte.


Quelle: Eigene Darstellung, Daten von PwC

„Chinas Börsen werden hoch gehandelt, man erwartet aus Asien und den BRIC-Staaten starke Konkurrenz für die etablierten Börsenplätze. Doch noch sind die beiden Börsen auf dem chinesischen Festland für Ausländer verschlossen – weder in Shanghai noch in Shenzhen können internationale Emittenten oder Investoren sich derzeit maßgeblich engagieren“, kommentiert Nadja Picard, Partnerin im Bereich Capital Markets & Accounting Advisory Services von PwC Deutschland.

[ad#Google Adsense L-rechts]Schaut man sich die kritischen Faktoren für den Erfolg der Börsen in den Emerging Markets an, so nennen die Befragten vorrangig stabile und verlässliche rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Rund jeder dritte Umfrageteilnehmer ist der laut der Studie der Meinung, das rechtliche und regulatorische Umfeld könnte die Börsen in den Emerging Markets bei ihrem Aufstieg aus dem Tritt bringen. Fast genauso häufig wird mit 29 Prozent der Nennungen die politische Unsicherheit in Emerging Markets angeführt.

„Die etablierten Börsen haben IPO-Kandidaten einiges zu bieten – sowohl den Kandidaten aus den etablierten Märkten als auch Newcomern aus den Emerging Markets. Allerdings werden Unternehmen, die ein Initial Public Offering planen, künftig mehr Börsenplätze zur Auswahl haben. Börsen werden deshalb noch stärker als bisher ihre Stärken herausstellen: Denn neben Liquidität spielt auch eine wichtige Rolle, dass Analysten an einem Börsenstandort beispielsweise auf die Branche eines Emittenten spezialisiert und Investoren an ihr interessiert sind“, erläutert Picard weiter: „Durch eine entsprechende Positionierung können auch die etablierten Börsenplätze von der Entwicklung in Asien und anderen BRIC Ländern profitieren.“

Die komplette Studie findet sich bei PwC.


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