Im Fokus: Palladium – Nachfrage steigt trotz Konjunkturschwankungen

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In der vergangenen Handelswoche entwickelte sich Palladium unter sämtlichen Edelmetallen am besten. Die Nachfrageseite von Palladium wird insbesondere durch die Automobil- und Elektroindustrie bestimmt. Dabei wird es hauptsächlich bei der Herstellung von Katalysatoren verwendet. Kurzfristiger Hintergrund des Preissprungs des für Autokatalysatoren verwendeten Palladiums sind stark gestiegene US-Autoverkäufe im November. Die positiven Novemberverkaufszahlen vom US-Automarkt in Kombination mit der Sorge um fallende Lagerbestände in Russland haben die jüngste Kursrally somit maßgeblich beeinflusst. Der Preis des Edelmetalls steigt daher zusammen mit der Zahl der weltweit verkauften Neuwagen. Die Bedeutung der Autoindustrie für die Palladiumnachfrage zeigt sich dadurch, dass mehr als die Hälfte des Palladium-Jahresverbrauches auf diesen Industriezweig entfällt. Allein die chinesische Automobilindustrie wuchs in den ersten elf Monaten dieses Jahres um 35 Prozent, nach einem Wachstum von 53 Prozent 2010. Auch längerfristig betrachtet könnte sich der Palladiumpreis etwas nach oben bewegen.

Betrachtet man die Angebotsseite des Edelmetalls, so wird deutlich, dass das Angebot von wenigen Ländern abhängig ist. Rund 40 Prozent der Fördermenge stammen momentan aus Russland. Ob diese Lieferungen auch in den nächsten Jahren gesichert sein werden, erscheint sehr fraglich. So verkündete Russland in den vergangenen Monat, dass das Land in den kommenden Jahren deutlich weniger Palladium exportieren werde. Im Jahr 2013 soll der russische Lagerabbau von Palladium vollkommen eingestellt werden, da Russlands staatliche Palladiumbestände, Schätzungen zufolge im Laufe dieses Jahres, aufgebraucht sein werden. Im Anbetracht des Förderanteils, den Russland an der weltweiten Fördermenge aufweist, dürfte sich das Angebot. In den kommenden Jahren deutlich verringern. Sollte sich die entsprechende Nachfrage nicht ändern oder weiter zunehmen, so ist die Wahrscheinlichkeit für ansteigende Preise gegeben. Zurzeit zeigt sich die industrielle Nachfrage bei Palladium analog zu Platin weiter sehr robust. Die Palladiumnachfrage für Autokatalysatoren ist auf dem Weg, ein Rekordhoch zu erzielen. Grund: Platin ist in Sachen Katalysatoren-Verwendung stärker von Palladium abgelöst worden. Warum gerade eine Gewichtsverlagerung zwischen den beiden Edelmetallen stattfindet ist, eine Folge der Tatsache, dass Palladium vor allem in Benzinmotoren Verwendung findet. Die Umsetzung der Euro 5-Abgasnorm, die eine größere Menge Palladium in Benzin-Motoren erfordert, ist ein weiterer Grund.

Neben der Automobilindustrie ist auch die Schmuckindustrie ein bedeutender Nachfrager des Edelmetalls. Besonders aus China wurde jüngst eine hohe Nachfrage nach Palladiumschmuck gemeldet. Nachdem Gold deutlich teurer geworden ist, könnte das Edelmetall immer mehr zur Alternative werden.

[ad#Google Adsense L-rechts]Ende November verzeichnete Palladium seinen größten Tagesgewinn seit eineinhalb Jahren. Anleger, die von einem weiteren Anstieg des Palladiumpreises ausgehen und auf eine physische Lieferung des Rohstoffes verzichten können, haben die Möglichkeit, mit dem Partizipations-Zertifikat auf Palladium (WKN: SG9F3T), die Wertentwicklung des Edelmetalls nahezu eins zu eins abzubilden. Weiterhin beinhaltet dieses Produkt eine Absicherung gegen eventuelle Wechselkursschwankungen. Diese Absicherung ist allerdings mit Kosten verbunden, der sogenannten Quantogebühr. Gegenwärtig beträgt diese pro Jahr 3,49 Prozent. Anleger, die auf eine Währungsabsicherung verzichten wollen, bietet die Société Générale das entsprechende Partizipations-Zertifikat (WKN: SG0AYJ) auch ohne diese an. Erfahrene und risikobewusste Anleger können auf den Open End Turbo Long mit dem Basiswert Palladium (WKN: SG2H18) setzen. Mit diesem Zertifikat kann man von Kurssteigerungen des Basiswerts überproportional profitieren und durch die Hebelwirkung entweder den notwendigen Kapitaleinsatz reduzieren oder den erzielbaren Gewinn steigern. Anders als bei Turbo-Zertifikaten mit Laufzeit werden bei Open End Turbo-Zertifikaten die Refinanzierungskosten einmal monatlich auf den Basiswert und die Barriere aufgeschlagen, die sich daher während der Haltedauer verändern können. Bei einmaligem Testen der Knock-Out Schwelle durch das jeweilige Underlying wird das vorliegende Turbo Long Zertifikat ausgeknockt und vorzeitig zum Restwert zurückbezahlt.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


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