Market Preview: Unverändert ins Wochenende?

3

[ad#Google Adsense L-rechts]

US-Vorgaben haben wir heute bekanntlich nicht. DIe Jungs jenseits des Atlantiks haben gestern die Truthähne geköpft, und die Börsen waren dicht. Das heißt, wir sind in FFM erst einmal auf „eigene“ Impulse angewiesen.

Der DB-Indikator zeigt vorbörslich ein leichtes Plus von 0,3% auf 5440. Doch was heißt das? Nichts, würde ich sagen.

Die Citi sieht es heute genauso. „Erholungsversuche waren nicht nachhaltig genug“, heißt es da heute. Und weiter:

„Der Deutsche Aktienindex bleibt derzeit unterhalb von ca. 5.525 Punkten weiter bärisch und eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis auf ca. 5.340 Punkte wäre möglich. Aufkommender Verkaufsdruck und mit diesem Kurse unterhalb der 5.340iger Kursmarke könnten sogar für eine Beschleunigung sorgen.“

Ähnlich sieht es auch die Commerzbank: „Abwärtstrend intakt„, kann man da lesen.

Kurz um: es wird heute spannend werden, ob der DAX die 5400 wirklich halten kann, oder ob wir gen Süden rutschen. Dann wären nächste Woche durchaus neue Jahrestiefs drin. Mal schaun…

Termine heute: Nicht wirklich etwas wichtiges…


TEILEN

3 KOMMENTARE

  1. Thema US:
    Richtig, es war Familien- und Truthantag und es war bestimmt lecker. Richtig, an den US-Börsen lief nichts. Ebenfalls richtig: die Vereinigten Staaten haben an diesem einen Tag – dem Truthantag – weitere 3 Milliarden USD neuer Schulden gemacht, was dem täglichen Soll-Zinssatz entspricht. Der Truthan-Konsum hat es entgegen mancher Analysten-Erwartung offensichtlich nicht geschafft, die US Debt Crises in den Griff zu kriegen.

    Thema Euro-Zone:
    Der „gefühlte 101. Gipfel“ und es kam erwartungsgemäß nichts dabei heraus. ALLE EU-Staaten machen weiter neue Schulden, in der Berliner Republik aber NUR ca. 26 Millarden (offizell), wenn uns da nicht der Deutsche HRE-Fälscher-Taschenrechner wieder einen Streich spielt.

    Thema Merkel-Deutschland: Deutschland wird in der EU zum Problem.“In einer Krise sollte nichts von vornherein ausgeschlossen werden“ sagte Finanzminister Jan Kees De Jager. „Am Ende muss etwas passieren.“ Nun lieber Freund aus den Niederlanden, wir – die Euro-Zone – sind faktisch am Ende, meint Sandro Valecchi.

    Merkel-Deutschland hat es bis einschliesslich heute nicht geschafft, auch nur einen einzigen konstruktiven, akzeptablen Vorschlag zur Bewältigung der Krise auf den Tisch zu legen. Die Auffassung in Berlin, durch Sparvorschläge (an die sich kein einziges EU-Land hält) diese Krise in ihrer vollen Ausbreitung noch in den Griff bekommen zu können, liegt ausserhalb jedweder Wahrscheinlichkeit und ausserhalb jedweder Vernunft.

    Eurobonds sind bestimmt keine (dauerhafte) Lösung und ganz bestimmt für Deutschland wegen der Folge erhöhter Zinsen nicht gut, aber ohne Eurobonds wird Deutschland mit an Sicherheit grenzer Wahrscheinlichkeit noch weit aus höhere Zinsen zahlen, weil nach der Herabstufung Frankreichs GANZ SICHER AUCH EINE HERABSTUFUNG des Ratings für Deutschland folgen wird. Die Herabstufung des Ratings für 10 deutsche Landesbanken war der untrügerische Vorbote einer im Folgenen unvermeindlichen Nachricht der 3 großen Rating-Agenturen. Dann wird die Kapitalbeschaffung auch für Deutschland an den Märkten teuer und folgerichtig müssen höhere Zinsen bezahlt werden.Deshalb vermute ich mit meinem Taschenrechner, der nicht von der HRE stammt, dass Deutschland mit den Eurobonds in den kleineren, sauren Apfel beisst und insgesamt die Krise besser übersteht.

    Aber Vernunft ist heute wohl nicht mehr gefragt, subjektive Überreaktionen und Inkompetenz bestimmen die Politik, Merkel-Deutschland verweigert sogar eine schlichte Akzeptanzprüfung (lediglich eine Prüfung!) von Eurobonds, wie von Junker (Luxemburg) gefordert.

    In ihrem Kernbestand ist die EU bis heute eine Wirtschafts- und Zollunion geblieben, aber keine wirklich politische Union geworden, die jetzt an ihre Soll-Bruchstelle geraten ist (und meines Erachtens nach diese Zerreisprobe nicht überstehen wird).

    Der Ausblick: negativ!

    V.i.S.d.R.
    Sandro Valecchi, Analyst

  2. Danke, Danke, Danke, lieber Christoph Scherbaum,
    wenn es doch nur unbegründeter Pessimismus wäre:

    Haushaltsprognose Deutschland: 2012
    Neuverschuldung von 26,1 Milliarden Euro!

    Madame verplanen für 2012 Gesamtausgaben in Höhe von 306,2 Milliarden Euro. Das sind nur geringfügig mehr Ausgaben als für das laufende Jahr veranschlagt wurden. Die geplanten Investitionen liegen bei 26,8 Milliarden Euro. Madame erhoffen sich für 2012 erhebliche Privatisierungserlöse, wenngleich die Begründung hierfür freilich noch im Dunkeln und spekulativ bleibt. Madame glauben Einnahmen mit der LKW-Maut zzgl. sonstiger Einnahmen i. H. v. 31 Milliarden Euro erlösen zu können. Madame haben leider übersehen, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben:

    Herr Ramsauer geht in seinem Ressort irrtümlich noch von veralteten Gutachten zur Prognose über das Güterverkehrsaufkommen für 2012 aus und auch die Luftfracht ist derzeit rückläufig (LH CARGO hat einige Großinvestitionen auf Rhein-Main zurückgestellt, u.a. wegen Nachtflugverbote u.a.). Die bereits einsetzende Rezessionsphase, die den Güter- und Güterfernverkehr betrifft, wurde noch nicht eingepreist. Der Container-Seefrachtverkehr drosselt die Kapazitäten und die Frachtschiffe fahren teils nur noch mit halber Kraft, weil infolge geringerer Auslastung so zumindest die Treibstoffkosten gesenkt werden können. Schiffsfonds, Schiffsbeteiligungen, Investments, verkaufen sich schlecht, Banken ziehen sich zurück und bereinigen ihr Portfolio. Steigende Kosten, niedrigere Margen: In Deutschland drohen der Schienensparte und dem Güterverkehr der Bahn herbe Verluste, die sich sogar noch ausweiten könnten, berichten die Unternehmensverbände.

    „Eurobonds wären das falsche Zeichen“ verkündete Madame am 24.11.2011 beim Dreiertreffen in Straßburg gegenüber Italiens Ministerpräsident Monti und Frankreichs Präsident Sarkozy. Frankreich wird die Top-Bonität AAA verlieren und Italien muss für Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit extreme 7,8 % Zinsen aufbieten und dies unter einer Staatsschuldenlast von (offiziell) 2 Billionen EUR. Das klingt für mich nicht wie Rock ’n‘ Roll für Anleger, sondern eher nach einer kommenden Roll-over Initiative.

    Die Presse dazu jubelt: Die Deutsche gibt dort den Ton an! „Na toll – und wie geht`s jetzt bitte weiter? Können Madame gnädigerweise dem Finanz- und Wirtschaftspöbel gelegentlich mitteilen, was denn die richtigen Zeichen der Zeit sind?“

    Herzlichst Sandro Valecchi

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here