Ist Österreichs „Triple-A“ in Gefahr?

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Die europäische Schuldenkrise ist in Österreich angekommen. Erst schlug Nationalbank-Präsident Claus Raidl, dann Bernhard Felderer, Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), Alarm: Wegen der Probleme in Italien sei Österreichs Spitzennote AAA gefährdet.

Als „apokalyptische Aussagen“ tadelte Finanzministerin Maria Fekter die Warnungen angesichts einer österreichischen Schuldenquote von 74 Prozent verständlich. Italien kommt auf 120 Prozent, Griechenland gar auf über 160 Prozent. Dennoch: Österreichische Banken sind eng mit Italien verbunden. Ein Schuldenschnitt, wie er für Griechenland vorgesehen ist, hätte verheerende Folgen. Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman sagte Österreich bereits im April 2009 die Pleite voraus, damals jedoch wegen der massiven Probleme in Osteuropa. Auch hier brennt es noch heute lichterloh:

Ungarn droht trotz der vor einem Jahr eingeleiteten Wirtschaftsreformen in Schulden zu versinken. Wenn in rund zwei Wochen die Analysten der Rating-Agentur Moody’s nach Wien kommen, um Österreichs Kreditwürdigkeit zu überprüfen, dürfte es auf jeden Fall spannend werden….

Christian Scheid, ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung!


1 KOMMENTAR

  1. Das Schlimme ist, auch wenn die Rating-Agenturen es kategorisch abstreiten, dass wenn der Teufel zurzeit an die Wand gemalt wird, er auch tatsächlich da ist.

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