Im Fokus BMW: Unverändert auf der Überholspur?

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Das hört man als Aktionär eines deutschen Konzerns in solchen unruhigen Börsenzeiten wirklich gerne. „Wir sind auf dem besten Weg, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen und wir streben 2011 weiterhin eine neue Bestmarke beim Konzernergebnis vor Steuern sowie einen Absatzzuwachs von über 10% auf den neuen Spitzenwert von mehr als 1,6 Mio. Fahrzeugen an“. Worte von BMW-Vorstand Norbert Reithofer anlässlich der jüngsten Bekanntgabe der Ergebnisse für das abgelaufene dritte Quartal. Die Münchner sind also scheinbar weiterhin auf der Überholspur.

Die Zahlen belegen es zumindest eindrucksvoll. Der Umsatz stieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 16,547 Mrd. Euro – ein Plus von 3,8%, Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich um 44,0% , das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 21,0% auf 1,644 Mrd. Euro und der Konzernüberschuss verbesserte sich sogar um 23,8% auf über eine Mrd. Euro. Kurz um, die aktuelle Schulden- und Finanzkrise scheint am bayrischen Autobauer vorbei zu gehen. Denn: In den ersten neun Monaten verdiente BMW bereits mehr Geld als im gesamten Vorjahr. Der Konzern hat mit diesen Zahlen zudem das beste dritte Quartal in der Geschichte des Unternehmens hingelegt und die Mitbewerber aus Stuttgart und Ingolstadt hinter sich gelassen. BMW kam vor allem die weltweit wachsende Nachfrage nach Nobelwagen zugute und man ist auch für das Gesamtjahr, wie schon am Anfang zitiert, optimistisch. Insgesamt will BMW in diesem Jahr mehr als 1,6 Millionen Autos weltweit verkaufen. Die in der Autobranche wichtige Renditemarke soll bei über 10% liegen.

Für 2012 ist bei BMW ebenfalls viel geplant. So wird im kommenden Jahr das Ergebnis unter anderem von der Neuauflage des 3er abhängen, der im Designstil des aktuellen 7er und 5er kommen wird, technisch aber eher dem neuen 1er ähnelt und beim Kunden ankommen soll. Das dies beim neuen 3er und allen anderen Modellen so sein wird, scheint bei BMW keiner anzuzweifeln: „Wir stellen bei unseren weltweiten Auftragseingängen keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den guten Vormonaten fest“, sagte BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt jüngst der „Leipziger Volkszeitung“. Die Produktion laufe in allen Werken weiter auf Hochtouren, sagte Arndt zudem weiter. „Die Auslastung im gesamten Produktionsnetzwerk liegt deutlich über 110 Prozent“, so der Manager. Für das kommende Jahr gehe er davon aus, „dass wir unsere Erfolgsstory fortschreiben“.

Für einen Börsianer könnte dies wiederum heißen, dass eine BMW-Aktie im Depot durchaus Sinn machen würde – bei diesen aktuellen Zahlen und Konzern-Prognosen. Mit einem 2012er KGV von nicht einmal 9 und einer Dividendenrendite von über 4% würden weitere gute Argumente vorhanden sein. Charttechnisch könnte sich das Papier ebenfalls konsequent seinen Weg bahnen.

Allerdings sollte der Anleger auch die Risiken im Auge behalten. Eine erneute Wirtschaftskrise würde deshalb auch nicht spurlos an den deutschen Herstellern vorbeigehen. Die Rezession würde sich – wie schon 2008 – wohl zunächst beim Dienstwagengeschäft bemerkbar machen. Dort hatten Firmen, die unter Sparzwang litten, damals zuerst den Rotstift angesetzt. Deshalb bewertet Punzet die Aktien des Oberklasseherstellers BMW pessimistisch:“Das Unternehmen ist sehr stark von Leasing- und Finanzierungsgeschäften abhängig und deshalb nicht sehr krisenresistent“.

Die BMW-Aktie, die am 26. Juli mit 73,85 Euro noch ein neues Allzeithoch markiert hatte, musste im August gegenüber ihrem Rekordstand zwischenzeitlich um 41% bis auf ein Tief bei 43,49 Euro am 4. Oktober nachgeben. Danach ging es aber wieder stetig nach oben. Es konnten wichtige charttechnische Hürden übersprungen werden. Schafft es nun das Papier nachhaltig über die Gleitenden Durchschnitte zu klettern, dürfte die BMW-Aktie wieder in den Hausse-Modus schalten. Würde dabei die Region um 60/62 Euro geknackt werden, wäre das markante Hoch vom Dezember letzten Jahres (65,49 Euro) das nächste Etappenziel. Darüber bietet noch das Zwischenhoch vom 29. Juni (70,02 Euro) Widerstand. Oberhalb dieser Marke würde dann ein Angriff auf den historischen Höchststand vom 26. Juli (73,85 Euro) auf der Agenda stehen. Spekulative Anleger könnten mit dem Wave XXL Call der Deutschen Bank (WKN: DE6G9R) auf einen weiter steigenden BMW-Aktienkurs setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,91, die Knock-Out-Schwelle bei 39,60 Euro.

Wer dagegen als Anleger der Überzeugung ist, dass die BMW-Aktie trotz der jüngsten positiven Nachrichten eher den Weg gen Süden antreten könnte, der hätte dann mit dem Wave-XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DE6GBD; Hebel 2,89; Knock-Out-Schwelle bei 73,40 Euro) und der Tatsache, dass die Aktie aktuell mit dem GD20 zu kämpfen hat, augenscheinlich gute Argumente. Denn Kurse unterhalb der Region 55 Euro würden die charttechnische Ausgangslage erst einmal wieder verschlechtern.

Stand: 09.11.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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