Im Fokus Gold: Konsolidierung nun abgeschlossen?

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Studien über Finanzmärkte oder das Anlegerverhalten sind immer wieder interessant zu lesen. Denn sie zeigen oftmals ein etwas anderes Bild auf, als das was man bis dato in der Öffentlichkeit gelesen oder gehört hat. Der Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin hat beispielsweise nun eine neue Studie herausgebracht. In dieser steht, dass 60 Prozent der Deutschen ihr Gold nicht mehr hergeben wollen. Und: Die Bereitschaft Gold zu kaufen, ist innerhalb des vergangenen Jahres gestiegen. Zum Hintergrund: Für diese Studie wurden 4.297 Privatpersonen über 18 Jahren im dritten Quartal 2011 detaillierter zum Thema Gold befragt. Also durchaus repräsentativ.

Die Studie zeigt zudem auf, dass die Anleger weiterhin nervös sind und Angst haben. Angst vor einer steigenden Inflation – sagen 70% der Befragten. Und mehr als 80 Prozent kaufen Gold wegen des Werterhalts und dem Schutz vor Inflation und 73% sind wiederum mit der Entscheidung Gold zu kaufen zufrieden. Gerade letzteres ist beeindruckend, da man nicht weiß, zu welchem Kurs die Anleger eingestiegen sind. Und noch eine Zahl: 47 Prozent wollen derzeit kein Gold kaufen, weil es zu teuer ist. Aber laut Studie ist gegenüber dem Vorjahr die Kaufbereitschaft für Gold vor allem bei Personen ohne Goldbesitz stark angestiegen. Jetzt könnte man beim letzten Satz denken: „Ah die Leute mit Verpasst-Gefühl steigen nun auch ein“. Doch mit diesem besagten Gefühl dürfte diese Entscheidung nur zum geringen Teil zu tun haben.

Es ist vielleicht vielmehr die Erkenntnis, dass wir zwar nun in Europa scheinbar Lösungen für unser Schuldenproblem gefunden haben, wir aber erst in ein paar Jahren wohl an Hand von BIP-und neuen Verschuldungsdaten wissen, ob das Ganze auch effizient gegriffen hat. Und bis dahin könnten das glänzende Edelmetall und dessen Kurs auf einem (sehr) hohen Niveau bleiben. Der „sichere Hafen“ dürfte also unverändert vorhanden und für die Anleger offen bleiben. Man sieht es auch an vielen Analysteneinschätzungen. In den letzten Wochen gab es keine großartigen Revidierungen von Kursprognosen für Gold. Nach wie vor werden Kursziele von 2000 Dollar und mehr genannt. Aus charttechnischer Betrachtung ergibt sich folgendes Bild:

Nach einem steilen Anstieg bis auf einen neuen historischen Höchststand bei 1920,94 Dollar am 6. September leitete der Goldpreis eine scharfe Korrektur ein. Dabei gab die Notierung in der Spitze um gut 20% bis auf ein Tief bei 1532,01 Dollar nach. Dennoch wurde die langfristige Aufwärtstrendgerade seitdem gleich mehrfach bestätigt. Nach einer Konsolidierungsphase in den vergangenen Wochen hat der Goldpreis dann jedoch wieder den Ausbruch über das Erholungshoch vom 17. Oktober (1695,07 Dollar) geschafft und damit die Konsolidierung nach oben verlassen.

Damit würde aus charttechnischer Sicht einiges für eine Wiederaufnahme des langfristigen Aufwärtstrends sprechen. Die nächsten Kursziele wären dann die Region 1.792-1.827 US-Dollar je Unze, darüber dann die Zone 1.886-1.912 US-Dollar. Spekulative Anleger könnten mit dem Wave-XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DB3VA4) auf einen weiter steigenden Goldpreis setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,4, die Knock-Out-Schwelle bei 1045,20 Dollar.

Spekulative Anleger, die meinen, der Goldpreis könnte hingegen wieder korrigieren und unter die 1.7000-Dollar-Marke fallen, um anschließend in den Bereich des GD20 und GD100 abzutauchen, könnten mit dem Wave-XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DE1CF9; Hebel 6,00; Knock-Out-Schwelle bei 1969 US-Dollar) auf dieses Szenario setzen. Anleger sollten aber bei allen Engagements stets auch das Währungsrisiko beachten.

Stand: 01.11.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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