Aktuell DAX: Bärenmarkt-Rallye oder neue Hausse?

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Keine Frage, die Dax-Bewegungen der vergangenen Monate können getrost als „extrem“ bezeichnet werden. Nach dem starken Absturz von über 30% zwischen Juli und September vollzog der Markt eine massive Rallye, die in fünf Wochen zu einem 20%-Plus führte. Seit einigen Tagen scheint allerdings wieder die Luft raus zu sein und die geplante Volksabstimmung Griechenlands drückt den Markt heute erst einmal wieder kräftig ins Minus. Doch wie sind diese jüngsten Kursverluste einzuordnen? Ist die übergeordnete, seit Oktober laufende Aufwärtsbewegung noch intakt und falls ja, handelt es sich dabei lediglich um eine Bärenmarkt-Rallye oder gar den Start einer neuen Hausse?

Aus fundamentaler Sicht gibt es für beide Richtungen gute Gründe, weshalb es sich lohnt, die Marktlage primär aus dem Blickwinkel der Charttechnik zu betrachten. Dabei lässt sich festhalten, dass die im September gestartete Aufwärtsbewegung bislang noch intakt ist, da die Tiefpunkte nach wie vor ansteigend sind und die untere Begrenzung des kurzfristigen Aufwärtstrendkanals bei 5850 Zählern verläuft. Bislang hat die Aufwärtsreaktion auch weiterhin den Charakter einer Bärenmarkt-Rallye, da der Markt immer noch wesentlich unter der 200-Tage-Linie bei 6709 Punkten notiert.

Ob sich aus der Bewegung eine neue, nachhaltige Hausse entwickeln kann, ist zurzeit noch fraglich. Zwar lässt sich formationstechnisch eine charttechnische Umkehrformation in Form einer Untertasse erkennen, die mit dem Anstieg über 6000/6100 auch formal komplettiert wurde. Der deutliche Rückfall der letzten Tage – auch unter diese zentrale Unterstützungszone – verlangt von den Bullen nun allerdings eine Kraftanstrengung. Denn solange die Kurse nicht den Re-Break über 6000/6100 schaffen, muss der jüngste Ausbruch als Bullenfalle gewertet werden und die Kurse würden ihren übergeordneten Trend gen Süden fortsetzen.

Wenn den Bären also nicht nachhaltig das Feld überlassen werden soll, muss es den Bullen gelingen, den Markt wieder über 6000/6100 zu manövrieren. Erst ein solcher Anstieg hätte eine deutliche Entspannung der Technik zur Folge und würde dem Markt Freiraum bis 6500/6700 verschaffen. In diesem Bereich wäre dann auch ein Trendwechsel und ein Übergang in eine neue Hausse sehr wahrscheinlich.

Fazit: Die kurzfristige Tendenz dürfte über die Trends der nächsten Wochen und vielleicht sogar Monate entscheiden. Noch ist die Kuh nicht vom Eis und noch gilt es an den Märkten mit angezogener Handbremse zu agieren. Die Zone von 6000/6100 gilt es dabei genau im Auge zu behalten. Doch – so oder so – in den nächsten Monaten winken an den Märkten kräftige Trends, die mit den richtigen Instrumenten großartige Gewinnchancen eröffnen sollten. Wir halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.

Ein Gastkommentar von Tobias Pichler, Stand 02.11.2011.

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