BRIC: Die Börsen-Highflyer von gestern…

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Können Sie sich noch an den Anlage-Trend „BRIC“ erinnern, also an die Staaten Brasilien, Russland, Indien und China, die wahrscheinlichen Wirtschaftsmächte der Zukunft und bei denen Anleger, die frühzeitig investieren, überdurchschnittliche Renditen einfahren würden?

Noch bis vor wenigen Jahren trommelte die Finanzdienstleistungsbranche sehr kräftig für alles, was auch nur im Entferntesten mit BRIC in Zusammenhang stand. Aktien aus BRIC-Staaten wurden beworben, Fondsgesellschaften legten BRIC-Fonds auf und Emittenten führten entsprechende Zertifikate auf die aufstrebenden Ländern ein. Viele Anleger füllten folglich ihre Depots mit BRIC-Produkten in der Hoffnung, auch etwas von dem verheißungsvollen Kuchen abzubekommen. In dem Spiegel-Artikel „Mehr drin als drauf“ vom September 2007 war unter anderem zu lesen:

[…]„Noch immer bringen Fondsgesellschaften Produkte auf den Markt, die sich mit dem Beinamen Bric schmücken. Neuestes Produkt in Deutschland ist der Dachfonds DWS Bric Garant, den die DWS Ende Juli aufgelegt hat. Bei den Anlegern haben sich solche Produkte als Verkaufsschlager erwiesen. Allein in den zwölf Bric-Aktienfonds auf dem deutschen Markt stecken rund 9,3 Milliarden Euro.“ (Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,508017,00.html)

Von dem ehemaligen Hype ist heutzutage aber nicht mehr viel zu spüren.
Kein Wunder, denn die Wertentwicklung der BRICs in den vergangenen Jahren war alles andere als berauschend: Seit Anfang 2008 verlor Brasilien 12%, Russland 38%, Indien 25% und der chinesische Aktienmarkt notiert sogar 56% tiefer.

Auch wenn die Kursverluste zunächst einmal negativ stimmen – angesichts des hohen Wachstumspotenzials sowie der guten demographischen Lage in den Ländern dürfte sich der (wirtschaftliche) BRIC-Trend langfristig fortsetzen. Wie schon öfter an dieser Stelle betont, laufen Wirtschaft und Börse allerdings selten im Tandem. Und gerade Börsianer sollten weniger dem Wirtschafts-Trend, als vielmehr dem KURS-Trend Beachtung schenken. Drehen die langfristigen Kurspfeile nach unten, heißt es einfach besonders konsequent auf das Risikomanagement zu achten, Hausse-Positionen zu liquidieren bzw. sich über Short-Engagements abzusichern – unabhängig wie aussichtsreiche die fundamentale Situation darstellt. Die von uns verfolgten KURS-Trend-Barometer haben bspw. zum Teil schon 2007/2008 angezeigt, dass die Hausse-Zeit bei den BRICs erst einmal vorbei ist.

Unsere Philosophie ist daher strikt den Kursen zu folgen. Zeigen diese Aufwärtstrends an, setzen wir auf steigende Kurse und bei Abwärtstrends auf fallende Notierungen. Denn letztendlich sind es auch die Kurse, die darüber entscheiden, ob wir Gewinn oder Verlust erzielen und nicht Makro-Daten…auch nicht bei BRIC.

Stand 24.10.2011/ ein Gastkommentar von Tobias Pichler, Redakteur des Trendbriefes.

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