Im Fokus Klöckner: Wann sehen wir wieder die alten Kurse?

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Zu den schwächsten Sektoren der letzten Monate zählt wohl auch die Stahlbranche. Die jüngsten Quartalszahlen vom Branchengiganten Alcoa waren ebenfalls nicht gerade der positive Impuls für weitere Kurssteigerungen bei Stahl-Papieren. Zwar kamen die Alcoa-Umsätze im dritten Quartal um gut 21 Prozent auf 6,42 Mrd. US-Dollar voran und auch der Gewinn pro Aktie kletterte von 0,06 auf 0,15 Dollar je Aktie – die Erwartungen wurden aber verfehlt. Analysten hatten mit einem Gewinn von 0,22 Dollar je Aktie gerechnet. Schaut man sich die Bilanz von Alcoa genauer an, so ist ebenso zu bemerken, dass der US-Konzern gerade in Europa eine schwache Nachfrage verzeichnet – während es in den anderen Ecken des Globus besser vorangeht. Insgesamt, so Alcoa-Vorstandschef Klaus Kleinfeld, soll aber der globale Markt für Aluminium 2011 um 12 Prozent wachsen. Eigentlich keine schlechte Prognose. Ein Zeichen für wieder bessere Zeiten?

Für einen der größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metalldistributor und einen der führenden Stahl Service Center-Unternehmen im Gesamtmarkt Europa und Amerika wie es die deutsche Klöckner & Co SE ist, wäre es zu wünschen. Die Aktie war in der jüngsten Zeit arg unter Druck. Dabei ist der Konzern augenscheinlich gut aufgestellt: Mit rund 290 Standorten in 16 Ländern und rund 11.000 Mitarbeitern. Das Portfolio umfasst neben dem Handel mit Stahl, Aluminium und verschiedenen Industrieprodukten auch damit verbundene Serviceleistungen. Das Hauptgeschäft der Klöckner-Gruppe liegt in der lagerhaltenden Distribution von Stahlprodukten, Aluminiumprodukten und anderen Produkten wie beispielsweise anderen NE-Metallen (Nicht-Eisen-Metallen) oder professionellem Handwerksbedarf. Zusätzlich werden kundenspezifische Anarbeitungsdienstleistungen, wie Sägen, Plasma- und Brennschneiden, Sandstrahlen, Primern und Biegen angeboten. Eine breite Palette also.

Auf der anderen Seite: Das Umfeld für Stahlaktien ist derzeit nicht so ideal. Denn die Verunsicherung ist groß. Das sagte letzte Woche schon Alcoa-Chef Kleinfeld bei seiner Zahlenveröffentlichung. Der Hauptgrund für das schwache Quartal seien diese (Rezessions-)Ängste und nicht ein schrumpfendes Geschäft. Zugleich warnte er vor einer nachlassenden Nachfrage – vor allem in dem von der Schuldenkrise gebeutelten Europa. Deshalb Stahl-Aktien meiden? Dies könnte der falsche Weg sein. Langfristig könnte eine Klöckner-Aktie sicherlich in die Kategorie interessantes Investment gehören, wenngleich es derzeit auf kurze bis mittelfristig aus Sicht der Charttechnik eher verhalten aussieht:
Die Aktie des Stahlhändlers rutschte gegenüber dem Jahreshoch vom 10. Mai (25,66 Euro) zeitweise um bis zu 68% ab und fiel auf den tiefsten Stand seit April 2009 zurück. Vom Tief bei 8,203 Euro startete zuletzt das MDAX-Papier eine augenscheinlich dynamische Erholung und kletterte bis in die Region 10/11 Euro. Doch sollte man sich davon nicht allzu sehr täuschen lassen. Das Papier befindet sich charttechnisch unverändert in einem intakten Abwärtstrend.

Ein Short-Engagement könnte interessant werden, wenn das Papier nachhaltig unter die Marke von 10,20 Euro rutschen würde. Dann wären als nächste Korrekturziele unter anderem die 20-Tage-Linie sowie diverse Tiefs im Bereich 9,20/9,30 Euro sowie ein Test des Jahrestiefs vom 4. Oktober (8,203 Euro) möglich. Spekulative Anleger könnten auf dieses Szenario setzen – mit dem Wave XXL Put der Deutschen Bank (WKN DE0PY1) auf einen weiteren Kursrückgang setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,03, die Knock-Out-Schwelle bei 14,20 Euro.
Wer jedoch als Anleger die Einschätzung teilt, das Klöckner-Papier könnte die Region 10,77/ 11,00 und die darüber befindlichen Widerstandszone nachhaltig überwinden – der könnte mit einem Wave XXL Call der Deutschen Bank (WKN DE0LD7) darauf spekulieren. Der Hebel dieses Derivats liegt derzeit bei 2,91, die Knock-Out-Schwelle bei 7,40 Euro.

Stand: 19.10.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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