Market Preview: Wir gehen wieder Down under

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Sehr spannend, was da derzeit einem auf dem Parkett geboten wird. Der DAX geht auf Tauchstation. Im frühen Dienstaghandel verliert das Börsenbarometer weitere 1,8% auf 5755 Punkte. Analysten hatten dieses vorhergesagt.

x-markets sagte ganz klar: abwärts.Commerzbank? Sagt abwärts.HSBC? Erholung jäh gestoppt, sagen die nüchtern. UndBNP – abwärts.

So einig habe ich das Analystenheer schon lange nicht mehr gesehen…

Termine von heute:

!!!! Intel Q3-Zahlen nach Börsenschluss
!!!! Goldman Sachs Q3-Zahlen, 14 Uhr
!!!! Bank of America Q3-Zahlen, 13 Uhr
!!! Yahoo Q3-Zahlen anch Börsenschluss
!!!!!! Apple Q4 nach Börsenschluss
!! Johnson & Johnson Q3-Zahlen nach Börsenschluss
!!! Coca-Cola Q3-Zahlen
Deutschland ZEW-Konjunkturbericht Deutschland für Oktober, 11 Uhr
USA Erzeugerpreise September, 14:30 Uhr
USA Nettokapitalfluss August, 15 Uhr


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2 KOMMENTARE

  1. Klassische Chartanalyse vs. Wellen-Prinzip (Elliot Wave Analyse)

    Die Abwärtsbewegung scheint offenbar nicht alle Analysten gleichermaßen zu überraschen, deshalb hier und heute die Erklärung von Special Assistent Sandro Valecchi: Das sogenannte Wellen-Prinzip Modell oder auch als Elliot Wave-Prinzip bezeichnet ist ein Modell – und ein Instrument – mit dem sich der Aktienmarkt analysieren lässt.

    Zunächst sollte man sich vergegenwärtigen, dass eine Chartanalyse aus einer Vielzahl von einzelnen Techniken besteht, die eine Prognose oder Vorhersage zukünftiger Kurse an den Börsen mit Blick auf historische Kursentwicklungen wie etwa Trends und Entwicklungen in der Vergangenheit verifizieren. Die Banken- und Finanzwirtschaft bevorzugt heute die praktische Finanzanalyse, die sich zur Aufgabe gemacht hat, geeignete Zeitpunkte beispielsweise für den An- sowie Verkauf von Finanzwerten zu identifizieren. Es handelt sich hierbei freilich um Prognosen. Zur Absicherung dieser Prognosen werden verschiedene Indikatoren herangezogen.

    Wie heute unschwer zu erkennen ist, funktioniert diese klassische Finanzanalyse nicht immer, jedenfalls nicht in Zeiten mit schweren Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten. Ein Manko ist, dass diese Methode sehr rationale Ansätze verfolgt, andererseits an ihre Grenzen stößt, wenn sich der Markt impulsiv und nicht rational verhält. Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse bleiben bei der klassischen Analyse beispielsweise Kennzahlen aus der klassischen Makroökonomie, Branchenanalysen oder der Betriebswirtschaft unberücksichtigt. Vielmehr nimmt man an, dass sämtliche entscheidungsrelevanten Informationen über Vergangenheit und Zukunft bereits in der sichtbaren Kursentwicklung – dem Chart – enthalten sind.

    Der Aktienmarkt bewegt sich in Wellenbewegungen, impulsiv und nicht immer rational. Der Wissenschaftler Ralph Nelson Elliott hat diese Bewegungen – die wie Wellen wirken – bereits in den 30er-Jahren entdeckt, lange bevor es den Mathematikern möglich war, seine Thesen durch Computeranalyse zu bestätigen. Vereinfacht gesagt gibt es 5 Wellen in der Richtung eines Trends und 3 Wellen gegen den Trend. Das ganze Wellenprinzip basiert, kurz formuliert, auf Wiederholungen dieser Wellen. Daher die Bezeichnung Elliot Wave Analyse.

    „Die Elliot Wave Analyse bewegt sich irgendwo zwischen der Massenpsychologie der Anleger (und Märkte) und dem nie erreichten Ideal der reinsten Form der technischen Analyse“, meint Sandro Valecchi. Selbst die Chartanalyse wird häufig mit der Technischen Analyse gleichgesetzt, die jedoch zusätzliche Verfahren der Markttechnischen Analyse enthalten kann und damit über die reine Untersuchung von Kursverläufen hinausgeht.

    „Ein Analyst hat dieses Phänomen wie folgt beschrieben“, erklärt Herr Valecchi: (Zitat: „Wenn das Wellen-Prinzip die Essenz der Marktbewegung beschreibt, dann ist das Wellenprinzip die Grundlage der technischen Analyse basierend auf Chartmustern, aber gleichzeitig auch eine Widerspiegelung der Psyche der Anleger und des Markt-Momentums, was den raschen Wechsel der Preise und den „Atem“ der Aktien mit einbezieht. Der Markt an sich ist kein lebendiges System, sondern die Manifestierung eines lebenden Systems, der menschlichen Gesellschaft. Das Wellenprinzip ist ein Resultat der Stimmung der Gesellschaft, die wiederrum geprägt ist von dem unbewussten Trieb des Einzelnen, sich der Herde anschließen zu wollen. Die menschliche Psyche ist programmiert, sich in einer Herde zusammenzutun, was so viel heißt, wie wir sind darauf programmiert, Investmentverluste zu generieren.“ – Zitat ende).

    Was bedeutet dies nun für die Praxis? Raimund Brichta, n-tv Telebörse, kommentierte dies kürzlich wie folgt: „Der Markt hat durch sein Verhalten in den vergangenen Wochen eindeutig gezeigt, dass der Crash von Anfang August kein Irrtum war, kein Ausrutscher, der schnell wieder ausgebügelt werden könnte.
    Damit steht fest, dass mein Dax-Ziel „8000 plus“ für diesen Zyklus ad acta zu legen ist. Aber eben erst jetzt, nachdem das Marktverhalten der vergangenen Wochen darüber Aufschluss gegeben hat, und nicht schon unmittelbar nach dem ersten Einbruch. Ursprünglich hatte ich die Wende zwar erst nach Erreichen der 8000er Marke erwartet, aber nun ist sie eben schon vorher gekommen. Im Nachhinein ist auch klar, warum es der Dax nicht bis dorthin geschafft hat, sondern in der Spitze nur bis 7500.

    Aber alles Wenn und Hätte nutzt natürlich nichts. Es ist so, wie es ist, und jetzt kommt es darauf an, sich an die neue Situation anzupassen: Das Marktverhalten legt nun nahe, dass eine Phase mit einem fallenden Trend begonnen hat. Kursziele nach unten zu bestimmen, ist nach meiner Erfahrung allerdings ungleich schwerer, als solche nach oben zu setzen. Denn nach unten sind die Unwägbarkeiten größer, und auch der zeitliche Ablauf ist schwerer greifbar. Deshalb werde ich von jetzt an mehr auf Sicht fahren und konkrete Ziele erst dann wieder nennen, wenn sie absehbar sind.“

    Es berichtete Sandro Valecchi, Analyst, 10555 Berlin

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