DAX®: Kommt der Start für eine Jahresendrallye?

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Der eine oder andere mag die Überschrift vielleicht als plakativ empfinden. Wenn man jedoch bedenkt, was so im letzten Quartal eines Jahres am Aktienmarkt immer noch alles passiert – dann sollte man sich auch im turbulenten Börsenjahr 2011 damit beschäftigen. Schauen wir uns einmal das aktuelle Szenario an:

Wir haben und werden wohl bis zum Jahresende das Schuldenproblem innerhalb der EU nicht (vollständig) geklärt haben. Das wird noch eine ganze Zeit brauchen. Auf der anderen Seite kann man die alte Börsenweisheit „an der Börse wird die Zukunft gehandelt“ nach wie vor hinzuziehen. Denn seitens der Unternehmen ist diese Zukunft bisher (noch) nicht düster gezeichnet worden. Die überwiegende Zahl von Unternehmen und (Groß-)Konzernen melden volle Auftragsbücher und gute Auslastungsquoten bei der Produktion. Das spricht also alles für eine stabile Wirtschaftssituation – auch wenn deren Wachstum nicht mehr so dynamisch verlaufen sollte, wie es schon von diversen Volkswirten gesehen wird. Den Begriff „Rezession“ in diesem Zusammenhang zu bringen könnte vielleicht ein wenig zu hart formuliert sein. Wir befinden uns bei einer möglichen Stagnation eher auf einem hohen Niveau. So weit, so gut.  Warum also steigt der DAX® nicht?

Die Antwort scheint hierfür einfach zu sein. Es fehlt den Anlegern augenscheinlich das Vertrauen in den Markt. Die Volatilität ist gewaltig. Man sieht es am VDAX®  New, der eigentlich – rein vom Punktestand – schon Crash-Niveau erreicht hat. Geht diese „Vola“ raus aus dem Markt, wird das Vertrauen auch wieder größer. Keine leichte Aufgabe für den Aktienmarkt, auch wenn die Liquidität der Anleger vorhanden ist. Das mag irritieren. Zurzeit „parkt“ das Gros der Anleger sein Geld eher in anderen Asset-Klassen als in Aktien. 

Das könnte sich ändern, wenn erstens seitens des politischen Umfeldes erkennbare Lösungsansätze in Sachen Griechenland glaubhaft publik werden und zum anderen daraus folgend die Märkte mal wieder mehrere Tage hintereinander „normale“ Gewinne melden – ohne hohe Volatilität. Dann dürften sich auch erneut vermehrt Anleger engagieren, denn das „Verpasst-Gefühl“ könnte so manchen Kursschub einleiten.

Unter charttechnischen Aspekten ist die Situation im DAX®  derzeit wohl die folgende: Der deutsche Leitindex war zuletzt zum zweiten Mal aus dem August-Abwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen. Kann er nun weiteres Erholungspotenzial aufbauen, wären nach dem nachhaltigen Übersteigen der 5700/5775-Region die 6000er-Marke und darüber das Top vom 15. August (6106) die nächsten Ziele. Spätestens dann käme wohl bei einigen Investoren das beschriebene „Verpasst-Gefühl“ auf, da hier nun auch die Fundamentaldaten als weiteres Kaufargument hinzukommen würden. Denn ein 2012er-KGV von knapp 8 für den DAX®  ist eine verlockende Index-Bewertung, mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von knapp 5%. Doch aufgepasst – bei allen positiven Fundamentaldaten: Es besteht weiterhin augenscheinlich eben auch die Gefahr, dass dem DAX®  im Bereich der 5700er-Marke erneut die Luft ausgeht. Das wäre nicht das erste Mal. Denn das Chartbild ist übergeordnet weiter als bärisch zu betrachten.

Wer jedoch als spekulativer Anleger bullisch eingestellt ist und meint, Deutschlands Leitindex könnte die schwere Hürde bei 5700/5775 nachhaltig überwinden und über die 6000er-Marke klettern – der könnte mit einem Wave Unlimited Call der Deutschen Bank (WKN DE229D) darauf setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 2,74; die Barriere liegt derzeit bei 3.780,54 Index- Punkten.  Wer als Anleger jedoch davon ausgeht, dass der DAX®  weiterhin schwankungsanfällig und das übergeordnete Chartbild bärisch bleibt, könnte mit einem Wave Unlimited Put der Deutschen Bank (WKN: DB3WR6) auf fallende Kurse setzen. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,35; die Barriere bei aktuell 7662,96 Indexpunkten.

Stand: 14.10.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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