Politische Börsen haben kurze Beine

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Vor rund einem Monat jährte sich die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers zum dritten Mal. Kein Wunder, dass jetzt die Diskussionen um eine mögliche, erneute Schieflage der Geldinstitute in Folge der EU-Schuldenkrise für Aufruhr an den Aktienmärkten sorgten. Vor allem der Fall der Großbank Dexia weckte negative Erinnerungen.
Am vergangenen Wochenende einigten sich Belgien, Luxemburg und Frankreich auf einen erneuten Rettungsplan für den Kommunalfinanzierer. Bereits vor drei Jahren stand das Kredithaus vor dem Aus und wurde damals von den drei Ländern mit 6,4 Milliarden Euro gestützt. Seitdem halten Frankreich und Belgien Anteile an Dexia.
In den zurückliegenden Tagen feierten die Börsen die politischen Pläne, den europäischen Banken generell finanziell unter die Arme zu greifen, mit zum Teil enormen Kursaufschlägen. Allerdings muss die Frage gestellt werden, ob diese Euphorie an den Börsen gerechtfertigt ist. Denn mit den Milliardensummen, die hier fließen, kaufen sich die Politiker lediglich Zeit, in der Hoffnung, das Problem schon irgendwie in den Griff zu bekommen.

Von einer echten und dauerhaften Lösung der Haushaltsprobleme etlicher europäischer Staaten, sind die Verantwortlichen meilenweit entfernt. Das kritisierte auch Weltbank-Präsident Zoellick und warf der Politik mangelnde Vision für die Bewältigung der Krise vor. Was der Weltbank-Chef anprangert, könnte auch die ohnehin angeschlagenen Börsen kurzfristig wieder in den Keller drücken.

Und in den kommenden Wochen droht noch etwas anderes zum Kursbremser an den Märkten zu werden: Die Bilanzsaison, die aufgrund der Schuldenproblematik zuletzt völlig aus dem Blickfeld der Anleger geraten war. Einige Bilanzanalysten rechnen mit Gewinnwarnungen. Diese Spekulationen sind für uns Trendfolger indes egal, denn wir halten uns einfach an die faktischen Signale der 200-Tage-Linie. Und die zeigen derzeit positive Anzeichen. Der Nasdaq konnte als erster unserer 18 Hauptmärkte die GD200-Abwärts-Marke überwinden und befindet sich schon auf der Hausse-Seite. Die Trendstärke der wichtigen anderen Hauptmärkte im Baisse-Bereich reduziert sich bereits deutlich. Dies bestätigt eine weitere Tendenz:

Unser Indexbarometer, das die Trend-Breite abbildet, stand seit Wochen auf Null – zuletzt war das Szenario von Herbst 2008 bis Frühjahr 2009 zu beobachten. Dann starteten die Börsen zu einer Hausse, die bis Ende Juli dieses Jahres anhielt. Bei wichtigen Hauptmärkten nehmen wir daher im System-Trading bereits Teilgewinne vom Tisch und reduzieren die Investitionsquoten.

Handeln Sie erfolgreich!
Ihr
Johannes Scherer

Stand 13.10.2011 / Ein Gast-Kommentar von Johannes Scherer

Johannes Scherer ist Trendbrief-Chefredakteur und unterstützt Sie täglich mit konkreten Empfehlungen zu den lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen sowie Rohstoffen. Der Trendbrief erscheint mittlerweile im 24. Jahrgang und ist heute der maßgebliche Börsenbrief für Trends & Tradings. Profitieren Sie jetzt 14 Tage von allen Empfehlungen völlig kostenlos!


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