Im Fokus Brent: Wohin bewegt sich der Ölpreis?

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Öl wird oft auch als „schwarzes Gold“ oder „Schmierstoff der Weltwirtschaft“ bezeichnet. Dennoch haben die Preise für Rohöl der Nordseesorte Brent sowie der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zum Wochenstart nachgegeben. Bereits in der vergangenen Handelswoche gerieten die Notierungen stark unter Druck, da eine mögliche Abschwächung der US-Konjunktur und die europäische Schuldenkrise die zukünftige Nachfrage deutlich verringern könnten. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent hat sich im dritten Quartal des laufenden Jahres um rund 17 Prozent verbilligt. Allein seit Mitte September beträgt der Preisrückgang rund 12 Prozent. Somit konnte auch Öl sich dem deutlichen Preisrückgang der Rohstoffe in den vergangenen Handelswochen nicht entziehen.

„Brent Crude Oil“ bezeichnet Rohöl aus der Nordsee. Es handelt sich dabei um die wichtigste europäische Ölsorte, welche eine Benchmark für den Ölhandel darstellt. Im April dieses Jahres markierte der Preis des nächstfälligen Brent Future an der Intercontinental Exchange in London ein Hoch von über 127 US-Dollar je Barrel. In den vergangenen Monaten nahm er erneut Kurs auf die 120-US-Dollar-Schwelle und erreichte diese im Juni letztmalig. Die Ölpreisentwicklung ist verschiedenen Faktoren ausgesetzt, die auch gegensätzlich wirken können. So sind mehrere Experten der Meinung, dass die Gesamtnachfrage nach Erdöl im kommenden Jahr weiter steigen wird, auf ein neues Rekordniveau von über 90 Millionen Barrel pro Tag. Auf der anderen Seite beeinflusst das OPEC-Kartell die Angebotsseite: Die Organisation erdölexportierender Länder kontrolliert durch die Festlegung von Förderquoten der einzelnen Mitgliedsstaaten den Preis – durch Absenken oder Anheben der Fördermenge lässt sich der Preis anheben oder drücken und somit auch innerhalb eines festgelegten Zielpreiskorridors halten. Aus Reihen der OPEC-Delegierten war in den vergangenen Tagen zu vernehmen, dass die Organisation zum gegenwärtigen Stand nicht gegen die fallenden Ölpreise vorgehen wolle und vorerst auf eine Senkung der Förderquote verzichten wird.

Auch die Meldungen aus Libyen, dass die Wiederaufnahme des Ölexportes angelaufen ist und die zweitgrößte libysche Ölraffinerie Zawiyah wieder in Betrieb genommen wurde, werden positiv am Ölmarkt aufgenommen. Die größte Raffinerie des Landes (Ras Lanuf) soll binnen der nächsten Monate wieder betriebsbereit sein. Am vergangenen Dienstag hatte bereits der erste Ölfrachter wieder einen libyschen Ölhafen mit Kurs Europa verlassen, der erste nach der Revolution. Vertreter des nordafrikanischen Staates gehen davon aus, dass die Ölproduktionen innerhalb der kommenden zwölf bis fünfzehn Monate wiederhergestellt sei und Libyen eine Produktionsmenge auf dem Niveau vor der Revolution erreichen könnte. Externe Experten vermuten, dass die libysche Ölförderung Mitte Oktober bereits wieder zwischen 400.000 und 500.000 Barrel pro Tag betragen könnte.

Für Anleger, die erwarten, dass der Rohölpreis der Sorte Brent in den kommenden Wochen und Monaten steigen wird, können mit dem Partizipationszertifikat auf Brent (WKN: SG9F3Z) nahezu eins zu eins an der künftigen Wertentwicklung des Brent Futures partizipieren. Diese Inhaberschuldverschreibung verfügt über eine nahezu unbegrenzte Laufzeit, allerdings über keinen Schutzmechanismus gegenüber Wechselkursschwankungen. Ein Zertifikat mit einer sogenannten Quantofunktion finden Anleger beispielsweise im Produkt mit der WKN: SG9F35.

Anleger, die hingegen von einem weiterhin sinkenden Preis des Brent Futures ausgehen, sollten sich das Open End Index-Zertifikat auf den SGI Short Brent Index (WKN: SG0TBR) näher anschauen. Mit diesen Zertifikaten besteht die Möglichkeit, eins zu eins von Kursrückgängen der jeweils nächstfälligen Brent Crude Oil Futures zu profitieren. Das Zertifikat spiegelt die Performance des zugrundeliegenden Index abzüglich der anfänglichen Managementgebühr in Höhe von 1,00 Prozent p.a. eins zu eins wieder. Da Brent-Öl in US-Dollar gehandelt wird, bietet die Société Générale das Open End Index-Zertifikat auf den SGI Short Brent Index auch in einer währungsgesicherten Variante (Quanto; WKN: SG0TBQ) an. Anleger haben somit die Möglichkeit ohne Währungseinflüsse von fallenden Ölpreisen zu profitieren. Zusätzlich zur gegenläufigen Entwicklung des Brent Crude Oil Future beinhaltet der Index auch eine Verzinsung in Höhe der 3-Monats US Treasury Bill Verzinsung, welche täglich anteilig bei der Berechnung des SGI Short Brent Index berücksichtigt wird.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


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