DAX-Analyse aus Sentiment-Sicht

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Die weltweiten Aktienmärkte stehen wieder unter starkem Verkaufsdruck, wobei die meisten Indizes inzwischen die Panik-Tiefs von August wieder erreicht bzw. schon unterschritten haben. Entsprechend verlustträchtig erweisen sich dieser Tage Hausse-Engagements an den Börsen, während Short-Positionen stark profitieren. Im Trendbrief haben wir gemäß unserer Anlage-Philosophie solche Baisse-Derivate, die bei fallenden Notierungen zulegen, schon vor Wochen empfohlen, wobei wir per heute unsere Gewinne dort grundsätzlich weiterlaufen lassen.

Jeder Abwärtstrend findet allerdings auch einmal sein Ende, weshalb wir unsere Indikatoren täglich auf neue Signale abklopfen, um frühzeitig Trendwechsel zu antizipieren. Wie ich in meinem Vortrag bei unserem Tag der offenen Tür erläuterte (Bericht, Fotos und Kundenmeinungen finden Sie hier) kann das Sentiment, die vorherrschende Stimmung der Marktteilnehmer, oftmals wertvolle Hinweise dafür geben.

Gemeinhin ist festzustellen, dass an markanten Kurs-Hochs starker Optimismus dominiert und Trends extrapoliert werden, während im Bereich von Böden ein hohes Maß an Pessimismus und Angst vorherrscht. In der Sentiment-Analyse wird davon ausgegangen, dass sich bei sukzessive verschlechternder Stimmung bspw. in einem Abwärtstrend immer mehr Akteure von ihren Anteilen trennen, der Verkaufsdruck mit der Zeit also immer mehr abebbt und jener irgendwann so niedrig ist (= dann, wenn hoher Pessimismus vorherrscht), dass schon kleine positive Ereignisse ausreichen, um Bewegungen in die Gegenrichtung zu initiieren. Im Trendbrief bedienen wir uns zur Analyse von Stimmungsextrema unter anderem dem Volatilitätsindex VDax, der als Gradmesser für die Unsicherheit der Akteure gilt.

Ein Vergleich mit dem Dax zeigt, dass markante Aktien-Hochpunkte grundsätzlich dann markiert wurden, wenn wenig Angst vor Kursrückgängen vorherrschte. VDax-Notierungen im Bereich von 15-17 Punkten waren also stets ein verlässliches Warnsignal. Für die Identifikation von unteren Wendepunkten liefert der VDax zwar weniger verlässlichere Angaben. Doch angesichts eines Niveaus von 45 Punkten, zuletzt erreicht im Februar 2009 und damit unmittelbar vor dem Finanzkrisen-Tief, dürfte ein belastbares Aktienmarkt-Tief in Reichweite liegen.

Aus Sentiment-Sicht sollte sich der aktuelle Abwärtstrend daher im fortgeschrittenen Stadium befinden, sodass eine Rallye in Kürze starten könnte. Angesichts massiv vorherrschender Abwärtstrends gilt es eine solche allerdings zunächst in die Kategorie Bärenmarkt-Rallye einzuordnen, sodass das Pulver für Engagements auf der Hausse-Seite (noch) trocken gehalten werden sollte.

Stand: 04.10.2011/ ein Gastkommentar von Tobias Pichler

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