Silber in der Abwärtsspirale?

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Die Rohstoffpreise sind in der vergangenen Woche stark unter Druck geraten und haben auf Wochenbasis massive Verluste hinnehmen müssen. Erstaunlich ist, dass sich Gold und Silber dem allgemeinen Trend nicht widersetzen konnten und ebenfalls stark an Wert verloren. Diese Entwicklung ist insofern verwunderlich, da es in den vergangenen Wochen und Monaten insbesondere das Gold war, das als „sicherer Hafen“ gesehen wurde und sich bei schlechten Nachrichten an den Märkten gegen den Trend Kursanstiege verzeichnen konnte.

[ad#Google Adsense XL-links]Am vergangenen Freitag gab der Goldpreis um knapp 80 US-Dollar nach, so dass sich der Wochenverlust auf über 160 US-Dollar verdoppelte. Seinen bisherigen Höchststand markierte Gold am 6. September bei einem Kursstand über 1920 US-Dollar. Von diesem Niveau ausgehend reduzierte sich der Goldpreis innerhalb der letzten vier Wochen um mehr als 300 US-Dollar.

Noch deutlicher betroffen von den Abverkäufen der vergangenen Woche war der Silberpreis. Insgesamt gab dieser binnen drei Wochen um mehr als 30% nach und musste am Freitag einen Tagesverlust von über 13 Prozent hinnehmen. Die ungelöste Euro-Krise sowie die Sorge um eine Überschuldung einzelner europäischer Staaten reichen zur Begründung nicht aus. Am Preissturz des Silbers lässt sich die zunehmend Angst vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft erkennen. Die starken Verluste sind dabei auch der Tatsache geschuldet, dass Silber in einem hohen Maße Verwendung in der Industrie findet. Eine Abkühlung der Weltkonjunktur lässt diese Nachfrage deutlich einbrechen und sorgt damit für einen sinkenden Preis. Der „sichere Hafen“, den viele Anleger durch einem Kauf des Silbers in den vergangenen Wochen erreichen wollten, ist in den Edelmetallen momentan nicht zu finden.

Ein weiterer Grund für die Flucht aus Future-Kontrakten auf Silber könnte die Ankündigung der CME Group sein, die zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen anzuheben. Um einen Silber-Future in einer Größenordnung von 5.000 Feinunzen handeln zu können, muss ein Investor neuerdings eine Summe von 24.875 US-Dollar hinterlegen. Vielen Investoren sind diese neuen Bedingungen zu umfangreich, so dass sie sich von ihren Silber-Futures trennten.

Eine sich nicht abzeichnende Lösung in der europäischen Schuldenkrise und die gestiegene Unsicherheit einer weltweiten Rezession haben zu deutlichen Preisrückgängen des Silbers beigetragen. Die Elektroindustrie ist hierbei nachfragebestimmend, was die Silbernachfrage in einem höheren Maße konjunkturabhängig macht als beispielsweise jene nach Gold. Auch weist die momentane Situation Parallelen zu der im April auf: Unmittelbar nachdem der Silberpreis eine Rekordnotierung erzielt hatte und über die Schwelle von 50 US-Dollar gestiegen war, setzte eine deutliche Korrektur ein und der Kurs verlor binnen einer Woche rund ein Drittel an Wert. Vielen Anlegern war der Preisanstieg zu schnell vorangeschritten und zahlreiche Börsen erhöhten die Sicherheitsleistungen für den Handel mit Silberkontrakten. Die neuerliche Korrektur verlief noch deutlicher, so dass ein Wertverlust von 33 Prozent binnen drei Handelstagen realisiert wurde.

[ad#Google Adsense M-rechts]Für Anleger, die auf einen weiter sinkenden Silberpreis setzen, könnte der Turbo Unlimited (WKN: SG2GKH) interessant sein. Der Basispreis (und folglich auch die KO-Barriere) liegt bei 43,42 US-Dollar. Es ergibt sich ein Hebel von 3 bei einem Abstand zum Basispreis von rund 33 Prozent. Anleger, die hingegen von einem Anstieg des Silberpreises ausgehen, haben die Möglichkeit mit dem Partizipations-Zertifikat (WKN: SG9F3R) die Wertentwicklung des Silbers nahezu eins zu eins abzubilden. Da Partizipations-Zertifikate in der Regel keine feste Laufzeit haben, sind Anleger mit diesen Wertpapieren flexibel und können eine langfristige Anlagestrategie verfolgen. Das hier genannte Zertifikat beinhaltet zusätzlich eine Absicherung gegen Wechselkursschwankungen. Diese Absicherung gegen das Währungsrisiko ist allerdings mit Kosten verbunden, der sogenannten Quantogebühr. Gegenwärtig beträgt diese 4,26% pro Jahr.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


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