DAX: Kaufkurse in Reichweite?

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Viele Anleger fragen sich inzwischen aber, ob nach den heftigen Verkaufswellen jetzt die Zeit gekommen sein könnte, erste Hausse-Engagements zu tätigen. Zumal sich der Markt trotz neuerlicher Hiobsbotschaften aus der Euro-Zone und den USA bislang leicht oberhalb der Crash-Tiefs aus dem September stabilisiert und damit im Begriff sein könnte, etwas Stärke aufzubauen. Eine Kaufgelegenheit deutscher Aktien also, der man in drei, vier Monaten nachtrauert, wenn sich die Kurse auf höheren Niveaus befinden? Oder steckt der Markt gerade in einer weiteren Welle abwärts, die neue Tiefstkurse erwarten lässt?

Möglich ist an der Börse bekanntlich alles, doch hinsichtlich der wahrscheinlichsten Entwicklung, lassen sich gewisse Szenarien konstruieren. Als Trendfolger lautet in diesem Zusammenhang eine unserer zentralen Prämissen, dass ein einmal eingeschlagener Trend eine höhere Wahrscheinlichkeit zur Fortsetzung besitzt, als dass er wendet. Auf den DAX übertragen bedeutet das:

25% Negativ-Abstand zu dem maßgeblichen Gleitenden Durchschnitt – der 200-Tage-Linie – sprechen für einen intakten Abwärtstrend. Zwar findet auch jeder Abwärtstrend einmal seinen Tiefpunkt, doch bislang lassen eindeutige charttechnische Umkehrformationen im Bereich von 5000 Punkten auf sich warten. Um nachhaltige Avancen auf der Oberseite zu starten, bräuchte es Formationen in Form von W-Mustern, inversen Schulter-Kopf-Schulter- oder V-Formationen. Solange solche Entwicklungen nicht auftreten, ist bei Positionierungen auf der Hausse-Seite größte Vorsicht geboten.

Angesichts der hohen Abwärtsrisiken sollten konservative Anleger das Treiben daher weiter von der Seitenlinie verfolgen. Spekulativ ausgerichtete Anleger orientieren sich an den vorherrschenden Trends, die zurzeit klar abwärts weisen. Solange also markante Widerstände nicht zurückerobert worden, bleibt das Überraschungspotenzial weiterhin auf der Unterseite. Denn unterhalb von 5000 Zählern besteht aus charttechnischer Sicht Potenzial bis zu den Juli-Tiefs aus 2009 bei 4500. Im Trendbrief halten wir daher unsere drei Engagements, mit denen wir zum Teil schon seit August auf fallende Kurse setzen, weiter.

Stand: 26.09.2011/ ein Gastkommentar von Tobias Pichler, Redakteur des Trendbriefes. Hier zeigt er auf Basis der 200-Tage-Linie die lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen sowie Rohstoffen auf.


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