Short-Gewinne laufen lassen!

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Am vergangenen Freitag feierten die internationalen Aktienmärkte eine veritable Erholungs-Party. Geholfen hat dabei auch der dreifache Verfallstag, an dem Future-Kontrakte auf zahlreiche Indizes und Aktien ausgelaufen sind. Dass an diesem sogenannten Hexensabbat die Kurse kräftig gestiegen sind, zeigt: Viele Marktteilnehmer rechneten bei Abschluss ihrer Termingeschäfte nicht damit, dass die Kurse so tief fallen werden. Sie haben daher Dax & Co. kräftig nach oben „gekauft“, um die Verluste mit ihren Kontrakten zu verringern.

Mit der Erholung überwand der Dax in der Spitze sogar kurz die 5600er-Marke, doch jetzt ist der Schwung dahin. Zumal sich auch das Welt-Leitbarometer Dow Jones schwer tut, die charttechnisch wichtige 11.500er-Linie nachhaltig zu überwinden. Damit fehlt es an kräftigen Impulsen für andere Börsen. Zwar deuten alle Trendpfeile weiter nach unten, dennoch ist eine Prognose, wie es an den Weltmärkten weitergeht, derzeit schwierig. Denn die Kurse unterliegen so stark wie selten politischen Einflüssen.

Kann Griechenland vor der Staatspleite bewahrt werden und vor allem, wer beteiligt sich an der Rettungsaktion? Beugen sich die europäischen Länder dem Spardruck, und wie stark wird dadurch der Konjunkturzug abgebremst? Wie groß sind dann die Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne – mit die stärksten Kurstreiber an den Börsen?

Ein Blick zurück auf die Baissen 2000 bis Frühjahr 2003 und 2007 bis März 2009 macht Haussiers wenig Mut. Denn damals folgten diversen Erholungsphasen noch einmal kräftige Tiefschläge, bevor die Börsen nach oben durchstarten konnten. Trendfolger, die sich nach dem GD200 richten und mit Short-Zertifikaten auf sinkende Kurse setzen, wird ein Baisse-Szenario wie in der Vergangenheit weitere, enorme Gewinne bescheren.

So verlor beispielsweise der Dax 2002 nach Unterschreiten des GD200 ab August –48%, bevor eine Erholung einsetzte. Bis zum endgültigen Tiefpunkt im März 2003 ging der Dax insgesamt um –55% zurück. Fast genauso verlief es ab Januar 2008, als der Index in den Abwärtstrend fiel. Im ersten Kursrutsch ging’s um –43% abwärts. Nach einer Gegenreaktion fiel der Dax weiter, und erst im März 2009 nach –55% war der Spuk zu Ende.

Seitdem der Dax am 1. August unter die 200-Tage-Linie gefallen ist, verlor das Aktienbarometer bisher in der Spitze „nur“ –25%, und die Erholungsversuche waren bisher nicht recht überzeugend. Folgen Sie daher weiterhin der 200-Tage-Linie und bleiben Sie auf der Short-Seite. Regelmäßig nachgezogene Stopps sichern die aufgelaufenen Baisse-Gewinne ab.

Handeln Sie erfolgreich!
Ihr
Johannes Scherer

Stand: 22.09.2011/ ein Gastkommentar von Johannes Scherer, Chefredakteur des Trendbriefes. Hier zeigt er auf Basis der 200-Tage-Linie die lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen sowie Rohstoffen auf.


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1 KOMMENTAR

  1. Kann mich noch gut daran erinnern wie der DAX vor gar nicht so langer Zeit an der 7000er Marke unterwegs war…hab iwie die Befürchtung dass, u.a. aufgrund der „hervorragend bewerteten Nachbarländer“ bals alles für die Katz ist und den Bach runter geht. Viele sind der Ansicht wir haben die Wirthschafskrise hinter uns, ich denke die richtige kommt erst noch…wobei es natürlich auch interessant wäre zu wissen ob sich manche der Rating Agenturen vielleich auch nur kaufen lassen um so manchen schlecht zu machen…die Korruption ist ja bekanntlich überall.

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