Im Fokus DAX: Wann reden wir von einem überverkauften Markt?

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Liebt man Statistiken, so weiß man als Börsianer, dass der Monat September ein schlechter Börsenmonat ist. Dass es aber gleich so volatil zum Monatsauftakt werden könnte, hatten wohl nur die wenigsten erwartet. Schließlich war nach dem extremen August die Hoffnung auf eine Bodenbildung der Indizes recht groß und lässt sich möglicherweise seit Beginn dieser Woche auch beobachten.

Ausgehend vom August-Schlusskurs von 5785 rutschte der deutsche Leitindex in den ersten vier September-Tagen noch einmal um 10% ab, um diese Woche wieder um 10% zuzulegen. Volatilität à la DAX – oder anders ausgedrückt: Die heimische Anlegerschaft war bisher massiv verunsichert, dass mit der Markierung neuer Jahrestiefststände beim DAX nicht nur die Abwärtsbewegungen neue Stärke bekam, sondern sich auch eindeutig die aufgebauten Hoffnungen auf eine Bodenbildung – zumindest bis Dienstag – als verfrüht erwiesen. Ob die derzeitige Erholungsphase aufrecht gehalten werden kann, bleibt daher abzuwarten.

Vor allem wenn man sich das Umfeld der Aktienmärkte anschaut. Neben enttäuschenden US-Wirtschaftsdaten (unter anderem die Arbeitsmarkt-Zahlen) und der immer wieder damit verbundenen Rezessionsangst, sorgten zuletzt vor allem die europäischen Nachrichten für gehörigen Verkaufsdruck. Zum einen der Zweifel am Spar- und Reformwillen Griechenlands und die verbundene Spekulation über eine Pleite Griechenlands oder einen Ausschluss aus dem Euro. Zum anderen die jüngsten Personal-Veränderungen bei der EZB. Der angekündigte Rücktritt des Chefvolkswirts und Direktoriumsmitglieds Jürgen Stark hat die Unsicherheit der Anleger hierzulande sicherlich noch einmal verstärkt, da über die Medien bekannt geworden war, dass Stark zu den Falken innerhalb der EZB gehört, die das umstrittene Staatsanleiheankaufprogramm der EZB heftig kritisiert hatte.

Alles in allem sind dieses unglückliche Nachrichten gewesen – und das in einer Zeit in der das Marktvertrauen eigentlich dringend aufgebaut anstatt verunsichert sollte. Es sollte daher vielleicht nicht verwundern, wenn wir kurz- bis mittelfristig weiterhin an den Finanzmärkten mit starken Kursschwankungen rechnen müssen. Auf der anderen Seite könnte man aber als Mitglied des Bullenlagers auch davon ausgehen, dass der Markt nur wirklich langsam überverkauft zu sein scheint. Denn das inzwischen doch sehr pessimistische Marktumfeld könnte nun in den Preisen mehr als genug eingepreist sein – wenngleich unter charttechnischer Betrachtung des DAX die Lage weiterhin eher zur Vorsicht mahnt, könnten nun doch noch die Bullen die Oberhand gewinnen.

Die Abwärtsbewegung des deutschen Leitindex ist zwar weiterhin intakt. Der Abstand zu den Gleitenden Durchschnitten hat sich jedoch deutlich verringert. Wird die 5600er-Marke nach oben nachhaltig (d.h. auf Schlusskursbasis) überboten, würde sich aus der Höhe der bisherigen volatilen Seitwärtsbewegung ein weiteres Kursziel in der Region um 5800 ergeben, was eine erneute Erholung mit sich bringen würde. Auf steigende Notierungen könnten spekulative Anleger beispielsweise mit dem Wave Unlimited-Call der Deutschen Bank (WKN DB11ZS) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 2,80; die Barriere liegt derzeit bei 3569,68 Punkten.

Wer als Anleger jedoch davon ausgeht, dass der DAX wieder zurück zu seinen bisherigen Tiefständen gelangt könnte mit einem Wave Unlimited-Put der Deutschen Bank (WKN DE7UKL) auf wieder fallende Kurse spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 4,06; die Barriere bei aktuell 6895,09 Indexpunkten.

Stand: 16.09.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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