Abwrackprämie sorgt weiter für Schlagzeilen – Lediglich Gesamtausgaben sollen begrenzt werden

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Die Abwrackprämie sorgt weiter für Schlagzeilen. Nachdem vergangene Woche über eine Senkung der offiziell Umweltprämie genannten Konjunkturhilfe von 2.500 auf 1.250 Euro diskutiert wurde, wird nun über eine Begrenzung der Gesamtausgaben auf 4 Mrd. Euro diskutiert. Laut BILD soll dabei die Abwrackprämie weiter bei 2.500 Euro belassen werden.

Damit wären dann insgesamt 1,6 Millionen Fahrzeuge im Rahmen der Abwrackprämie ersetzt worden. Zu Beginn war nur von 600.000 Fahrzeugen und Kosten von 1,5 Mrd. Euro die Rede gewesen. Nach einer Woche Online-Abwicklung sind bereits insgesamt fast 1,2 Millione Anträge beim zuständigen Bafa eingegangen. Nach dem alten Verfahren (per Post) sind 471.038 Anträge und nach dem Reservierungsverfahren (online) sind wiederum 718.290 Anträge eingegangen.

Unterdessen wächst die Kritik an der Abwrackprämie weiter. Justus Haucap, VWL-Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg und Vorsitzender der Monopolkommission, bezeichnete die Prämie im Handelsblatt als „ökonomisch unsinnig und ökologisch fragwürdig“. Am Ende seines lesenswerten Beitrags schreibt er zusammenfassend:

Der deutsche Steuerzahler kurbelt temporär die Autoproduktion in Ost-Europa an, bezahlt für die Vernichtung funktionsfähiger Autos und finanziert den Wahlkampf der Regierungsparteien, welche diesen Unfug als Erfolg verkaufen. Was der Steuerzahler davon hat: Nichts als jede Menge Schulden.

Dem ist nichts hinzuzufügen.


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