Chartformationen allein reichen nicht…

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Die Anwendung von Chartmustern wie SKS-Formationen oder Doppel-Tiefs, mit denen sich die weitere wahrscheinliche Richtung ableiten lässt, erfreut sich bei Anlegern zunehmender Beliebtheit. Und tatsächlich geben die Muster häufig den weiteren Weg mit hoher Präzision vor, während sich die Kurse aber oftmals auch nur sehr wenig an die avisierte Verlaufsrichtung halten. Woran liegt das?

In der Technischen Analyse geht es darum, Einstiegspunkte zu finden, in denen der Ertrag das Risiko übersteigt und Ausstiegsniveaus, wenn das Risiko überhandnimmt. Chartformationen können dafür gute Auskünfte geben, sind aber wie jedes andere Analyse-Tool in isolierter Anwendung nicht perfekt. Erst die Kombination mehrerer Analysetechniken macht Prognosen mit hoher Wahrscheinlichkeit für die weitere Verlaufsrichtung möglich. Eine große Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Primär-Trend, den wir über die 200-Tage-Linie messen. Wie wichtig es ist, diesen stets zu berücksichtigen, zeigt sich immer wieder.

Im Januar und März 2008 drehte bspw. der Dow Jones zwei Mal bei 11.700 Punkten aufwärts, womit eine W-Formation entstanden war. Vollendet wurde das Muster im April 2008 bei 12.700, was viele Charttechniker zum Einstieg in den Aktienmarkt verleitete. Da die 200-Tage-Linie allerdings im Fallen begriffen war, gab es aus Sicht der Trendfolge noch keine Kaufgelegenheit. Und tatsächlich erwies sich der Ausbruch aus dem Chartmuster als Fehlsignal, da die Kurse exakt an dem GD200 wieder abwärts drehten und die Notierungen in den Folgewochen massiv absackten.

Im Trendbrief nutzen wir daher, um den weiteren Verlauf der Märkte einschätzen zu können, insgesamt fünf Analyseinstrumente in Kombination: Die 200-Tage-Linie als Trendfilter und darüberhinaus Chartmuster, Indikatoren, Zyklen sowie Stimmungserhebungen. Erst wenn alle Analysetechniken in die gleiche Richtung weisen geben wir im Trendbrief, den Sie hier kostenlos testen können, konkrete Empfehlungen.

Stand: 13.09.2011/ ein Gastkommentar von Tobias Pichler, Redakteur des Trendbriefes und des Trend-Ausblick. Hier zeigt er auf Basis der 200-Tage-Linie die lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen sowie Rohstoffen auf.


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