Im Fokus Silber: Weitere Kursphantasie?

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Der kleine Bruder des Goldes ist an den Rohstoffmärkten weiterhin sehr beliebt. So hat sich Silber in 2011 neben Gold zu einem der am meisten von Experten analysierten Edelmetalle entwickelt. Und bislang auch zu einem der größten Gewinner in diesem Börsenjahr. Nach dem kleinen „Crash“ Anfang Mai hatten viele Experten noch prognostiziert, dass der Silberpreis nun weiter gen Süden wandern dürfte. Schaut man sich den Chart an, so sieht man, dass dies nicht eingetroffen ist. Vielmehr das Gegenteil ist der Fall. Zum einen ist weiterhin die aktuelle Lage der Aktienmärkte dafür verantwortlich, hervorgerufen durch die Schuldenkrise in den USA und in Europa. Zum anderen ist im Markt nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Silberprodukten wie Silbermünzen für den Aufwärtstrend verantwortlich. Nur eine Zahl: Im August wurden allein in den USA etwa 3,7 Millionen Unzen an Silbermünzen verkauft. In 2011 wurden sogar in den Staaten bis Ende August circa 29 Millionen Unzen an Münzen verkauft – der höchste Wert seit Beginn der Erhebung der Datenreihe.

Ebenso kommt beim Silberpreis auch dessen industrielle Bedeutung zum Tragen. Denn Silber ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil in vielen Produktionsabläufen. Während Gold fast ausschließlich in der Schmuckindustrie Anwendung findet, kommt Silber in verschiedenen Industriebereichen zum Einsatz, vor allem in der Elektrobranche, aber auch in der Medizin- und Solartechnik oder in der Wasserreinigung und -aufbereitung.

Mit anderen Worten: Silber hat aufgrund der derzeit weiterhin weltweit steigenden Nachfrage und der begrenzten Fördermöglichkeiten einen vergleichsweise hohen materiellen Wert. Das bisherige Allzeithoch von Ende April bei knapp 50 US-Dollar je Feinunze ist unter Umständen daher nicht das „Ende der Fahnenstange“, zumal es einige Expertenstimmen gibt, die Silber auf Sicht der kommenden zwölf Monate sogar eine Preisverdoppelung zutrauen – eben wegen der schon aufgeführten Argumente.

Seitens der Charttechnik ergibt sich ebenfalls derzeit ein positives Bild. Silber erscheint klar im Aufwärtstrend, die Abstände zu den Gleitenden Durchschnitten (GD20; GD100 und GD200) sind mehr als komfortabel. Erst Anfang September war der Silberpreis auf den höchsten Stand seit Anfang Mai geklettert. Das Edelmetall könnte also durchaus nun vor einer weiteren Trendbewegung stehen. Wird das Hoch vom 23. August (44,22 Dollar) überwunden, würde lediglich noch das Zwischentief von Ende April (44,58 Dollar) Widerstand bieten. Darüber würde dann einem Angriff auf das Allzeithoch vom 25. April bei 49,83 Dollar nichts mehr im Wege stehen. Spekulative Investoren, die sich auch des Währungsrisikos bewusst sind, könnten mit dem Wave XXL Call der Deutschen Bank (WKN DE49N0) auf einen weiteren Anstieg spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 2,6, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 27,45 Dollar.

Auf fallende Notierungen könnten hingegen risikobereite Anleger mit dem Wave XXL Put der Deutschen Bank (WKN DE53UW) setzen, falls Silber das Korrekturtief vom 25. August (38,68 Dollar) sowie die seit August 2010 gültige, langfristige Aufwärtstrendgerade (38,00 Dollar) unterschreiten sollte. Der Hebel des Puts beläuft sich hier aktuell auf 3,4; das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 52,40 Dollar.

Stand: 09.09.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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