Ausblick DAX: Wie immer Freitags – die reine Charttechnik

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Der gestrige Handelstag war symptomatisch für die aktuelle Situation des DAX. Die Tagesrange belief sich auf 160 Punkte. Letztlich schloss der DAX aber praktisch unverändert und bildete im Candlestick-Chart einen Doji aus, der kurzfristig weiterhin alles offen lässt.

Neues Jahrestief

Nachdem er zum Ende der vergangenen Woche noch die 5.500er-Marke verteidigen konnte, wurde der deutsche Leitindex zum Wochenauftakt ohne die Unterstützung der Wall Street, die wegen eines Feiertags geschlossen blieb, regelrecht nach unten „durchgereicht“. Das alte Jahrestief bei 5.345 wurde klar unterboten, am Dienstag fiel der DAX im Tief bis auf 5.150.

Fallende Tiefpunkte

Auch auf diese Verkaufswelle folgte eine Erholung, mit der das alte Tief wieder übersprungen wurde. Gestern kletterte der DAX bis auf 5.473. Doch auch, wenn der Doji gestern kurzfristig eine Pattsituation signalisiert, haben die Bären weiter die Oberhand. Jede Verkaufswelle führt den DAX auf noch tiefere Niveaus, während jede Erholungsbewegung auf etwas tieferem Niveau ihr Ende findet.

Am Key Retracement des Bullenmarkts

Fallende Tiefs und fallende Hochs – genau so lautet die Definition für einen Abwärtstrend. Und gibt es keine ernsthaften charttechnischen Anzeichen für eine zumindest kurzfristige Wende. Allenfalls einen vorsichtigen Hinweis darauf, dass die Talfahrt in der nun erreichten Region möglicherweise ihr Ende finden könnte, liefert die Fibonacci-Analyse. Das 61,8-Prozent-Key-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung von 3.589 im März 2009 auf 7.600 im Mai verläuft nämlich bei 5.121 Punkten. Das wurde in dieser Woche fast erreicht. Wir dürften gespannt sein.


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