Im Fokus Apple: Steve Jobs geht, der Erfolg bleibt?

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Apple – der Name ist nicht nur bei Technik-Freaks in aller Munde. Auch an der Börse ist der Titel en vogue. Schließlich kann sich der Apfel-Konzern nun als das für kurze Zeit börsenschwerste Unternehmen weltweit bezeichnen, noch vor allen Öl- und Hightech-Konzernen. Und dann dieser vermeintliche Schock:

Der schwer erkrankte Firmengründer Steve Jobs tritt als Konzernchef zurück. Er könne seine Aufgaben nicht länger erfüllen, schrieb Jobs dem Verwaltungsrat. Bei dem IT-Konzern geht somit eine Ära zu Ende, der Top-Manager Tim Cook übernimmt das Ruder. Und für alle Jobs-Fans gab es noch den „wichtigen“ Hinweis: Steve Job bleibt dem Konzern aber als Chef des Verwaltungsrats erhalten.

Das „Erbe“ von Jobs anzutreten ist eine augenscheinlich schwierige Herausforderung. Denn Apple lebte von dessen Auftritten in Jeans und Rollkragenpullover förmlich. Er hatte seit seiner Rückkehr an die Konzernspitze 1997 einen beispiellosen Aufstieg des Unternehmens vom Pleitekandidaten zu einem der reichsten Unternehmen der Welt erzielt. Eine Reihe von innovativen Produkten wie die iPod-Player und das iPhone-Handy trieben Umsatz und Ergebnis in ungeahnte Höhen. Die Folge: 70 Mrd. Dollar hat der Konzern an Cash. Praktisch jedes Quartal konnte man bislang neue Rekorde erzielen. Zuletzt im Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal einen Umsatzanstieg von 82 Prozent im Jahresvergleich auf 28,57 Milliarden Dollar. Der Gewinn war mit 7,3 Milliarden Dollar mehr als doppelt so doch. iPhone, iPad und iPod – es sind alles wahre Geldmaschinen. Und während Mitbewerber im PC-Geschäft wie HP nun schon über den Verkauf ihrer PC-Sparte nachdenken, kann Apple in diesem Bereich weiterhin robuste Wachstumsraten vorweisen.

Wenn man den gängigen Medien und IT-Experten Glauben schenken kann, dann wird Apple ohne einen CEO Jobs nichts schlechter sondern nur anders geführt werden und dastehen. Denn der „Neue“ ist am bisherigen Aufstieg des profitabelsten IT-Konzerns der Welt schon maßgeblich beteiligt gewesen. Das US-Magazin „Fortune“ bezeichnete Tim Cook jüngst als das „Genie hinter Steve“. Fundamental könnte es sich also bei Apple einfach nur um einen simplen Führungswechsel handeln.

Aus charttechnischer Sicht gesehen erscheint die Aktie nämlich weiteres Potenzial zu besitzen. Zuletzt korrigierte die Apple-Aktie bis auf ein Tief bei knapp 355 Dollar. In der Folge startete die Aktie eine Erholung, die auch durch die Meldung über den besagten Rücktritt von Steve Jobs nicht ausgebremst wurde. Wird nun das zwischen den beiden Korrekturtiefs liegende Erholungshoch vom 15. August (384,97 Dollar) deutlich und klar überwunden, wäre eine Umkehrformation komplett. In diesem Fall wäre ein weiterer Kursanstieg wahrscheinlich. Ein Angriff auf das Allzeithoch vom 26. Juli (404,50 Dollar) wäre zu erwarten. Gelingt dieser Ausbruch über das bisherige historische Hoch, eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial. Aus charttechnischer Sicht stehen einem weiteren Anstieg dann keine Widerstände mehr entgegen, aus der Höhe der Korrektur seit Ende Juli könnte sich aber ein mittelfristiges Kursziel von 456 Dollar herleiten.

Auf der Unterseite bietet die Region 375/365 Dollar mit diversen Marken eine solide Unterstützungszone. Würde dieser Bereich unterschritten werden, müsste man weitere Abschläge bis 350 Dollar einkalkulieren. Darunter muss ein Test der jüngsten Korrekturtiefs bei 355,09 und 353,02 Dollar einkalkuliert werden.

Risikobereite Anleger könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE25XP) auf einen weiteren Kursanstieg spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,05, die Barriere bei aktuell 257,59 USD. Auf fallende Kurse könnten spekulative Anleger mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE7JY0) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,70; die Barriere liegt derzeit bei 478,66 USD.

Stand: 02.09.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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